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Weko nimmt Baumeisterverbände ins Visier

Die Weko prüft: Haben die Baumeister für ihr Meldesystem Preisabsprache koordiniert? (Bild: Keystone)

Die Wettbewerbskommission hat eine Vorabklärung gegen alle kantonalen und regionalen Baumeisterverbände eröffnet. Es geht um ein umstrittenes Meldesystem für Bauausschreibungen.

Von Benita Vogel
am 23.01.2013

Sämtliche 24 kantonalen und regionalen Baumeisterverbände erhielten Mitte Januar Post von der Wettbewerbskommission (Weko). Die Behörde informierte die Verbände, dass sie eine Vorabklärung gegen sie eröffnet. Die Wettbewerbskommission stört sich am Meldesystem von Bauausschreibungen.

Verschiedene Sektionen unterhalten Plattformen, auf denen die Firmen Bauprojekte melden können, für welche sie  eine Offerte einreichen. «Das Sekretariat der Wettbewerbskommission sieht darin die Gefahr einer Koordinierung möglicher Preisabsprachen», sagt Vizedirektor Frank Stüssi.

Die Plattformen sind in einigen Sektionen wie dem Aargau nach wie vor in Gebrauch – zu Statistikzwecken, wie diese betonen. Andere Sektionen wie beispielsweise Basel und Bern schafften die Datenbanken ab.

«Uns diente die Plattform, um sicherzustellen, dass die Bauherrschaft die Aufträge korrekt ausgeschrieben hat», erklärt Peter Sommer, Geschäftsführer des Kantonal-Bernischen Baumeisterverbandes. «Weil grosse Unternehmen ihre Aufträge aber schon seit längerem nicht mehr gemeldet hatten, haben wir die Datenbank Ende letzten Jahres eingestellt», so Sommer.

Gemäss dem Schreiben der Wettbewerbshüter haben die Sektionen nun bis Mitte Februar Zeit, einen Fragebogen über die Existenz und Funktion ihrer Meldesysteme auszufüllen.

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