Der Ersatz der heutigen Kupferleitungen durch schnelle Glasfasern geht in die entscheidende Phase. Verschiedene Vorverträge zwischen lokalen Elektrizitätswerken (EW) und der Swisscom wurden ausgehandelt. Nun befasst sich die Wettbewerbskommission (Weko) mit mehreren Dossiers. Nach Informationen der «Handelszeitung» liegt seit Kurzem auch der geplante Vertrag zwischen der Swisscom und dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) zur Prüfung bei der Weko. Es geht um die Frage, ob es zulässig ist, wenn die Swisscom dem ewz ein exklusives Recht auf die Nutzung der nackten Faser einräumt. Spätestens in fünf Monaten soll ein Entscheid vorliegen. Ob die Wettbewerbskommission die Verträge gutheisst, bleibt für Telekom-Regulator Marc Furrer abzuwarten. «Die Weko sollte berücksichtigen, dass die Bestrebungen des runden Tisches genau den Wettbewerb im Breitbandmarkt fördern - sie sollte also nicht ein Element herauspicken und nur dieses beurteilen.» Er geht davon aus, dass die Weko die Telekom-Fachbehörde «konsultieren und auf sie hören wird».

Klar ist: Während die Swisscom gelassen auf das Ergebnis warten kann, ist die Frage, wer die nackte Faser behält, für das ewz wichtig. Denn ohne Exklusivrecht bliebe für die Zürcher weniger vom Gesamtkuchen übrig. Mit Exklusivitätsklausel ist jedoch davon auszugehen, dass die Konsumentenpreise hoch bleiben.