Die Wettbewerbskommission (Weko) erlaubt es MasterCard nicht, für seine Maestro-Karte Interchange Fees erheben.

Dabei handelt es ich um Verrechnungsgebühren, die zwischen Banken, die Karten herausgeben, und Banken, die Zahlungen für Händler abrechnen, bezahlt werden müssen. Die Gebühren fallen für jede Transaktion an und werden auf die Händler überwältzt, die sie bei ihren Preisen berücksichtigen.

Eine Interchange Fee bei der Maestro-Karte würde möglicherweise das Kartellgesetz verletzen, begründete die Weko ihren abschlägigen Entscheid. Die Maestro-Karte ist die am meisten verbreitete Debitkarte in der Schweiz.

Hingegen erlaubt die Weko dem Kreditkarten-Anbieter unter Auflagen, für die neue Karte namens Debit MasterCard solche Gebühren zu erheben.

Gleiche Auflagen wie für Visa

Für die Debit MasterCard dürfe das Unternehmen die Gebühr als eine Art Starthilfe in der Einführungsphase erheben, begründete Weko-Direktor Rafael Corazza den Entscheid.

Es gelten allerdings Auflagen: Der Marktanteil der Karte darf nicht mehr als 15 Prozent betragen, zudem darf die Gebühr im Durchschnitt nicht mehr als 20 Rappen pro Transaktion betragen.

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Für MasterCard gelten somit die gleichen Auflagen wie für den Konkurrenten Visa: Die Weko hatte Visa im Jahr 2009 erlaubt, Interchange Fees für die Debitkarte V PAY zu erheben.

(tno/laf/sda)