1. Home
  2. Unternehmen
  3. Weko verzichtet auf Untersuchung gegen Amag

Autoindustrie
Weko verzichtet auf Untersuchung gegen Amag

Neuwagen auf einem Amag-Parkplatz
Neuwagen beim Auto-Importeur Amag.Quelle: © KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Die Weko sieht keine Diskriminierung von freien Autohändlern durch die Amag. Aber sie hat da ein paar Vorschläge.

Veröffentlicht am 16.10.2018

Die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko sieht keine Diskriminierung von freien Autohändlern durch die Amag. Die Weko verzichtet deshalb auf eine Untersuchung gegen die VW-Importeurin und -Verkäuferin.

Bedingung ist allerdings, dass die Amag die Empfehlung der Weko umsetze, teilten die Wettbewerbshüter am Dienstag mit. So solle die Amag künftig auch mit reinen Servicepartnern zusammenarbeiten, die nicht im Autohandel tätig seien.

Verschiedene Händler hatten der Amag vorgeworfen, ihre Position zu schwächen und sie vom Markt zu verdrängen zu versuchen. Damit wolle die grösste Autoimporteurin der Schweiz ihre eigene Stellung im Verkauf von Neufahrzeugen und im Kundendienst stärken. Daraufhin hatte die Weko vor vier Jahren eine Vorabklärung eröffnet.

Nun stellte die Weko fest, dass die zahlreichen Kündigungen von Handels- und Servceverträgen den Grundsätzen der Weko entsprechen würden. «Hingegen widerspricht eine Verknüpfung von Service und Vertrieb den Grundsätzen der KFZ-Bekanntmachung», schrieb die Weko. Die Die KFZ-Bekanntmachung von 2015 legt die Wettbewerbsgrundsätze für den Autohandel fest.

Vor diesem Hintergrund empfehle die Weko der Amag in Zukunft auch mit reinen Servicepartnern, die nicht im Vertrieb tätig sind, zusammenzuarbeiten, hiess es.

Freude bei der Amag

Die Amag nimmt den Entscheid der Kartellwächter mit Genugtuung zur Kenntnis. Die Importeurin von Marken des Volkswagenkonzerns zeigte sich erfreut, dass die Weko keine Untersuchung eröffnen werde. Damit bestätige die Weko die Gesetzeskonformität der Strategie der Amag Import AG.

Die Anregungen der Weko über gewisse Anpassungen in der Amag-Vertriebsnetz- und Händlermargenstartegie werde man prüfen. «Wir werden diese mit hoher Geschwindigkeit angehen und den guten Dialog mit der Weko fortsetzen», erklärte Amag Import AG-Chef Bernhard

Soltermann in einer Stellungnahme: «Es war und ist das Bestreben der Amag Import AG, dass alle offiziellen Händler und Servicepartner rentabel arbeiten können. An diesem Grundsatz orientiert sich unser Handeln.»

(reuters/awp/tdr)

Anzeige