Die Wettbewerbskommission WEKO hat eine Vorabklärung gegen den Stadtberner Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb) eröffnet. Gewerbe- und Arbeitgeberverbände gelangten an die WEKO, weil sie eine unzulässige Konkurrenzierung privater Unternehmen durch ewb vermuten.

Die Kritik entzündete sich am Umstand, dass der städtische Energieversorger ewb in den letzten Jahren private Haustechnikfirmen aufkaufte. Damit werde, ohne ausreichende gesetzliche Grundlage, das private Gewerbe konkurrenziert, befanden der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern, der Gewerbeverband KMU Stadt Bern sowie der Verband der Arbeitgeber Region Bern.

Sie befürchten auch, die Anstalt ewb und ihre Tochtergesellschaften missbrauchten möglicherweise ihre marktbeherrschende Stellung. Es bestünden Anhaltspunkte, dass ewb Markt- und andere Daten aus dem Monopolbereich Energieversorgung benutze, um in den Tätigkeitsfeldern der Tochterfirmen zu Vorteilen zu kommen.

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Vor Jahresfrist gelangten die Verbände deshalb an die WEKO. Dass die WEKO eine Vorabklärung eröffnet hat, bestätigte am Freitagabend auch deren Sprecher Pascal Ducrey auf Anfrage.

(tke/sda)