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Gesundheit
Weko wirft ein Auge auf Galenica-Tochter

Apotheke: Vom Zusammenschluss betroffen. Keystone

Die Wettbewerbshüter untersuchen die jüngsten Bewegungen im Apothekenmarkt. Die Übernahmelust einer Galenica-Tochter könnte einen Monopolisten schaffen.

Veröffentlicht am 18.10.2016

Die Wettbewerbskommission Weko wird die Übernahme der Ostschweizer Pharmapool AG durch die Galenica-Tochter Galexis vertieft überprüfen. Es bestünden Anhaltspunkte, dass der Zusammenschluss in verschiedenen Märkten eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken könnte, teilte die Weko am Dienstag mit.

Galexis als grösster Pharmagrosshändler der Schweiz will – wie im Mai angekündigt – den Ärztegrossist Pharmapool für knapp 28 Millionen Franken übernehmen. Die Annahmefrist für die Übernahme lief Ende August ab, ausstehend war aber noch die Entscheidung der Weko.

Vertiefte Überprüfung

Aufgrund der vorläufigen Überprüfung komme die Weko zum Schluss, dass sich durch die Übernahme Anhaltspunkte für eine Begründung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung ergeben, heisst es nun von Seiten der Behörde. Dabei gehe es insbesondere um den Bereich des Pharmagrosshandels für selbstdispensierende Ärzte, für Apotheken schweizweit sowie lokal für Apotheken im Absatzmarkt St. Galler Rheintal.

Die Weko werde daher vertieft überprüfen, wie sich der geplante Zusammenschluss auf den Wettbewerb auswirke. Die Prüfung hat innerhalb der gesetzlichen Frist von vier Monaten zu erfolgen.

(awp/ise)

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