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Massnahme
Wells Fargo will zusätzliche Milliarden einsparen

Wells Fargo: Die Bankspitze zückt den Rotstift.   Keystone

Wells Fargo will ihre Kosten um weitere zwei Milliarden Dollar senken. Sie reagiert damit auf ihre gesunkenen Einnahmen: Viele Kunden meiden die US-Grossbank wegen eines spektakulären Skandals.

Veröffentlicht am 12.05.2017

Die US-Grossbank Wells Fargo will ihre Kosten um weitere zwei Milliarden Dollar senken. Sie reagiert damit auf ihre gesunkenen Einnahmen: Viele Kunden meiden die Bank wegen eines Skandals um Scheinkonten.

Die wegen des Phantomkonten-Skandals in der Kritik stehende US-Grossbank Wells Fargo will ihre Sparanstrengungen verdoppeln. Bis Ende 2019 sollen zusätzlich zwei Milliarden Dollar an Kosten reduziert werden, wie das Geldhaus bei einer Investorenveranstaltung mitteilte.

Die Einnahmen sind gesunken

Zwei Milliarden Dollar waren bereits als Sparziel bekannt. Grund sei die schleppende Entwicklung bei den Einnahmen nach der Affäre. Das drittgrösste US-Institut hatte im ersten Quartal unter dem Strich 5,06 Milliarden Dollar erwirtschaftet, was leicht unter dem Vorjahreswert lag.

Vor allem das Hypotheken-Geschäft entwickelte sich schwach. Die Einnahmen insgesamt lagen mit 22,0 Milliarden Dollar um rund 200 Millionen unter dem Vorjahr.

Die Bank steht in der Kritik

Die Bank steht seit Monaten in der Kritik. Sie soll über Jahre rund zwei Millionen Konten ohne Genehmigung der Kunden eröffnet haben. Damit wollten Bankmitarbeiter offenbar hochgesteckte Verkaufsvorgaben erreichen.

Wells Fargo hat sich bereits mit mehreren US-Behörden auf Geldstrafen geeinigt. Der Bank drohen aber auch strafrechtliche Konsequenzen.

(sda/mbü/chb)

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