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Wenige Millionen für die klamme Swissmetal-Kasse

Die Aktiva von Swissmetal werden veräussert. (Bild: Keystone)

Die Verwertung der Swissmetal-Aktiva werde einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag einbringen. Ob nach Abzug der Verbindlichkeiten Geld für die Aktionäre ausgeschüttet werden kann, bleibt offen.

Veröffentlicht am 27.12.2012

Die in Liquidation stehende Swissmetal (Swmtl Holding AG i.L.) erwartet nach heutigem Kenntnisstand mit Geldzuflüssen aus der Verwertung der Aktiva in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionenbetrags. Dieser Betrag könne je nach Verwertungserfolg stark variieren, teilte die Gesellschaft mit.

Demgegenüber stünden zugleich Verbindlichkeiten, die teilweise Gegenstand von rechtlichen Abklärungen seien. Das Unternehmen verweist diesbezüglich auf den veröffentlichten Halbjahresabschluss 2012. Über die darin ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinaus könnte eventuell eine weitere Forderung in Höhe von 1,7 Millionen Franken auf Swissmetal zukommen, von der die Gesellschaft mittlerweile Kenntnis habe, wie es heisst. Auch diese Forderung sei Gegenstand von rechtlichen Abklärungen.

Verkauf an Chinesen

Ob am Ende ein Betrag im Rahmen der Liquidation nach Abzug der Verbindlichkeiten an die Aktionäre ausgeschüttet werden könne, sei auf Basis des heutigen Kenntnisstands nicht vorhersagbar.

Wie Swissmetal am 20. Dezember mitgeteilt hat, sind die Standorte Reconvilier/BE und Dornach/SO gerettet. Die chinesische Beteiligungsgesellschaft Baoshida übernimmt beide Werke der Kupferherstellerin und beschäftigt die 250 Angestellten weiter. Zum Übernahmepreis wurden damals keine Angaben gemacht.

Seit Juli 2011 steil bergab

Die Grundstücke des Betriebs in Dornach dagegen verbleiben bei Swissmetal und werden für die Weiterführung des Betriebs an Baoshida vermietet. Parallel dazu wurde die Übernahme sämtlicher im Eigentum von Swissmetal befindlichen Markenrechte durch Baoshida vereinbart. Darunter fallen auch die Rechte an der Marke «Swissmetal» selbst.

Begonnen hatte die Swissmetal-Odyssee im Juli 2011, als die Produktion am Standort Dornach wegen Liquiditätsengpässen vorübergehend eingestellt und 182 Personen entlassen wurden. Von da an ging es stetig bergab.

Ende Juni 2012 stimmten die Swissmetal-Aktionäre schliesslich der freiwilligen Liquidation der Gesellschaft zu. Seither strebt Swissmetal den Verkauf sämtlicher Unternehmenseinheiten an. So wurde eben erst am 20. November die deutsche Tochter Swissmetal Lüdenscheid an die französische Le Bronze Industriel veräussert.

(vst/awp)

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