Mit günstigeren Tarifen hat der US-Telekomkonzern AT&T weitere Handykunden angelockt. Im zweiten Quartal gewann der Rivale von T-Mobile US netto mehr als eine Million Vertragskunden hinzu. Das sei der höchste Zuwachs seit fünf Jahren, erklärte AT&T am Mittwoch am Firmensitz in Dallas.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die günstigeren Preise am Gewinn nagen. AT&T verdiente im Quartal unterm Strich 3,5 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) nach 3,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Umsatz stieg noch leicht um 2 Prozent auf 32,6 Milliarden Dollar.

Ergebnisse lassen Aktienkurs nachbörslich tauchen

Mit den Ergebnissen enttäuschte AT&T die Anleger. Nachbörslich fiel die Aktie um annähernd 2 Prozent. Auslöser des Preiskampfs waren neue, einfachere Tarife der Telekom-Tochter T-Mobile US, die damit aggressiv um Kunden in den Vereinigten Staaten wirbt. T-Mobile US gilt als Übernahmeziel des japanischen Kommunikationskonzerns Softbank, der bereits den US-Mobilfunker Sprint kontrolliert.

(awp/gku)