Die Schweizer Zeitungen haben in den vergangenen Monaten eine insgesamt leicht rückläufige Leserschaft verzeichnet. Dabei sticht ins Auge, dass die grossen Titel eher Leserinnen und Leser verlieren, während die klassischen Regionalzeitungen stabile Zahlen aufweisen.

Die leserstärkste Zeitung der Schweiz bleibt «20 Minuten», wie die jüngsten Zahlen der AG für Werbemittelforschung (WEMF) zeigen, die veröffentlicht worden sind. In der deutschen Schweiz nahm die Reichweite der Pendlerzeitung innert Jahresfrist um 7,1 Prozent auf 1,36 Millionen Leserinnen und Leser ab.

18 Prozent weniger Print-Leser

Eine signifikant geringere Leserschaft hatte die Printausgabe des «Blick». Die Zahl der Leser schrumpfte um 18 Prozent auf 526'000 Personen. Der «Blick am Abend» vermochte sich mit einem Minus von 6,9 Prozent auf 623'000 Leser besser zu halten. Unverändert blieb dagegen die Leserschaft des «Tages-Anzeigers» mit 460'000 Personen.

Die «NZZ» musste einen Rückgang um 8,0 Prozent auf 248'000 Leserinnen und Leser hinnehmen. Regionale Blätter wie die «AZ Nordwestschweiz», die «Berner Zeitung», «Der Bund», die «Thurgauer Zeitung» und die «Zürcher Regionalzeitungen» konnte dagegen die Leserschaft halten. Signifikant weniger Leser hatte die «Basler Zeitung» (-16 Prozent).

Stabile Zahlen bei den «Sonntagszeitung»

Bei den Zeitungen, die am Sonntag erscheinen, zählte die «Sonntagszeitung» praktisch unverändert 624'000 Leser. Sie überflügelte damit erstmals den «Sonntagsblick», dessen Leserschaft markant um 14,6 Prozent auf noch 586'000 Personen sank. Die «NZZ am Sonntag» konnte sich mit 399'000 Lesern (-4,3 Prozent) knapp halten.

(sda/awp/cfr/gku)