Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) weist für das erste Quartal 2013 einen um 3,1 Prozent tieferen Mietertrag von 99,8 Millionen Franken aus. Rückläufig entwickelte sich auch Umsatz aus Retail und Gastro mit 36,5 Millionen (-6,9 Prozent). Die seit Oktober 2012 im Konsolidierungskreis befindliche Wincasa erzielte einen Ertrag aus Immobiliendienstleistungen von 23,3 Millionen Franken. Die Neubewertung (NB) des Immobilienparks kam bei 4,4 Millionen zu liegen, entsprechend einer Zunahme um 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit nahm um 2,5 Prozent auf 85,7 Millionen zu und der Reingewinn stieg um 4,0 Prozent auf 46,9 Millionen, wie SPS mitteilt. Unter Ausklammerung der NB resultierte ein Ebit von 81,4 Millionen (+0,7 Prozent) und ein Reingewinn von 51,6 Millionen (+5,3 Prozent).

Mit den vorgelegten Zahlen hat SPS die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) beim Mietertrag knapp getroffen und beim Reingewinn vor NB sogar überschritten. Diese hatten im Durchschnitt einen Mietertrag von 100,1 Millionen und einen Reingewinn von 46,9 Millionen geschätzt.

Leichte Wertsteigerung

Der Wert des SPS-Immobilienportfolios lag zum Ende der Berichtsperiode bei 8,65 Milliarden Franken nach 8,60 Milliarden per Ende 2012. Die Ertragsausfallquote lag am Stichtag per Ende März 2013 bei 6,5 Prozent und damit über dem für das Jahresende 2012 ausgewiesenen Wert von 5,4 Prozent (per Ende März 2012: 4,7 Prozent).

Das Unternehmen hat die Vergleichszahlen des Vorjahresquartals aufgrund IAS19 angepasst.

Ferner teilte SPS mit, dass Wincasa-CEO Oliver Hofmann per 1. Juni 2013 zum Mitglied der Konzernleitung ernannt wird.

Ansprüche steigen

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 wurde bestätigt. So rechnet das SPS-Management weiterhin mit einer Ertragsausfallquote in der Bandbreite von 5,5 Prozent bis 7,0 Prozent sowie mit Ebit- und Gewinnzahlen (vor Neubewertungs- und Einmaleffekten) in der Grössenordnung des Vorjahrs.

Wie es weiter heisst, würden die Ansprüche der Mieter und Mietinteressenten in den nächsten Jahren weiter steigen, was die Nachfrage nach Qualitätsimmobilien begünstige. Im Büromarkt erwartet SPS aufgrund der hohen Neubauproduktion einen zunehmenden Verdrängungswettbewerb, aus dem zweitklassige Objekte an peripheren oder schlecht erschlossenen Lagen als Verlierer hervorgehen dürften. Im Detailhandel riskieren unklar positionierte Immobilien mit Renovierungs- und Modernisierungsbedarf zunehmende Leerstände, heisst es.

(tke/awp)