Im April sind etwas weniger Passagiere mit der Swiss geflogen als vor einem Jahr. Die Fluggesellschaft beförderte rund 1,359 Millionen Passagiere und damit 1,4 Prozent weniger als im April 2012. Weil aber auch weniger Flüge durchgeführt wurden (-3,3 Prozent), waren die Flugzeuge dennoch leicht besser ausgelastet.

Die entsprechende Kennzahl, der Sitzladefaktor, betrug 85 Prozent (+0,7 Prozentpunkte). Trotz besserer Auslastung blieben die Erlöse unter Druck, schreibt die Swiss in der Mitteilung.

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Im Frachtgeschäft World Cargo betrug der Ladefrachtfaktor 77 Prozent (-1,6 Prozentpunkte). Die verkauften Frachttonnenkilometer lagen aber 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Nur 30 von 1700 Flügen

Der Swiss-Mutterkonzern Lufthansa hat im vergangenen Monat unter anderem wegen eines Grossstreiks der Gewerkschaft Verdi weniger Passagiere befördert. Die Zahl der Fluggäste sei im April konzernweit um 2 Prozent auf 8,6 Millionen zurückgegangen, teilte die Lufthansa mit. Ihr Sitzplatzangebot weiteten die Lufthansa und ihre Tochter-Airlines hingegen um 0,2 Prozent aus. Zu der Entwicklung im April trug bei, dass in diesem Jahr die Osterferien fast ganz in den März fielen, was sich vor allem bei den Privatreisen bemerkbar machte.

Im April hatte ein ganztägiger grossflächiger Warnstreik der Gewerkschaft an den grossen deutschen Flughäfen fast die gesamte Lufthansa-Flotte am Boden gehalten. Als Folge konnten von rund 1700 Lufthansa-Flügen nur 30 angeboten werden. Auch die lukrativen Langstrecken-Flüge waren an dem Tag weitgehend ausgefallen.

Bei der Frachttochter Lufthansa Cargo blieb das Geschäft eher schwach. Das Frachtaufkommen sank im vergangenen Monat um 1,7 Prozent auf 159'000 Tonnen. Dem Luftfahrt-Konzern machen in dem Geschäft die flaue Weltkonjunktur, der scharfe Wettbewerb und Überkapazitäten in der Branche zu schaffen.


(tno/chb/sda/reuters)