Der Komponentenhersteller Schaffner hat im Geschäftsjahr 2014/15 (per 30.9.) einen Rückgang des Reingewinns um rund die Hälfte auf 6,3 Millionen Franken verzeichnet. Die Dividende soll dennoch unverändert auf 6,50 Franken zu liegen kommen und als steuerfreie Kapitalrückzahlung ausbezahlt werden, wie das Unternehmen mitteilt.

Bereits im Oktober hatte das Unternehmen anlässlich einer Gewinnwarnung bekanntgegeben, dass die Ebit-Marge auf 4,4 Prozent zu liegen komme und damit unter der ursprünglichen Guidance des Managements von 5 Prozent. Nun weist Schaffner für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Rückgang des Ebit um gut 40 Prozent auf 8,8 Millionen Franken aus, entsprechend der angekündigten Ebit-Marge von 4,4 Prozent.

«Marktbedingt» weniger Umsatz

Der Ebit war von Sonderkosten über rund 2 Millionen Franken belastet, welche wegen einer Strategieüberprüfung, insbesondere der Analyse verschiedener Varianten für die Division Automotive anfielen. Aber auch die Neuorganisation der Division Power Magnetics, namentlich die Zusammenlegung der zwei Produktionswerke in Nordamerika, verursachte Zusatzkosten sowie erste Massnahmen der Strategie 2020.

Ebenfalls bereits bekannt war der der Umsatz, welcher laut Schaffner «marktbedingt» um 6 Prozent auf 201,8 Millionen zurückgefallen war. In Lokalwährungen ergab sich ein Minus von 2,8 Prozent. Der Auftragseingang sank um gut 9 Prozent auf 196,2 Millionen, die Book-to-Bill-Ratio lag entsprechend per Ende Jahr bei 0,97.

Zukunft weiter schwierig

Neben dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld seien für den Umsatzrückgang hauptsächlich der Einbruch der Binnennachfrage aus der chinesischen Solarwechselrichterindustrie, die Sistierung eines Grossauftrags eines westeuropäischen Kunden für den russischen Bahnmarkt sowie Währungseffekte verantwortlich.

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Im Ausblick heisst es, dass das globale Marktumfeld weiterhin schwierig und kaum prognostizierbar sei, dass aber die Strategie 2020 «mit hoher Intensität» umgesetzt werden soll. Entsprechend wird das Ziel bestätigt, bis zum Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz von 400 Millionen Franken zu erreichen, entsprechend einem organischen Umsatzwachstum von «über die Zyklen» jährlich über 5 Prozent, welche akquisitorisch noch erhöht werden soll. Die Ebita-Marge soll mittelfristig regelmässig über 8 Prozent liegen.

(awp/chb)