TOTAL-RETURN-STRATEGIEN .

Eine Total-Return-Strategie basiert in der Regel auf einem globalen Anlageuniversum, einer sehr flexiblen Anlagestrategie sowie einem rigorosen Risikomanagement. Sie ist darauf ausgerichtet, mittelfristig eine stabile Prämie über dem risikofreien Zinssatz zu erwirtschaften. Im Vordergrund steht dabei nicht die Gewinn-Maximierung, sondern die Risiko-Optimierung. Mit Total- Return-Strategien können negative Entwicklungen zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden, sie versprechen aber in volatilen Marktphasen aufgrund ihrer Konzeption eine angemessene, risikogerechte Rendite sowie den Kapitalerhalt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei ein globales Anlageuniversum. Es erleichtert die Identifikation von Anlage-Opportunitäten in anspruchsvollen Marktphasen bei einer gleichzeitig minimalen Diversifikation. Unter Berücksichtigung der regulato- rischen Möglichkeiten investieren Total-Return-Lösungen in traditionelle (Aktien, Obligationen, Währungen) oder in alternative Anlageklassen (Rohstoffe, Insurance-linked Securities, Private Equity).

Fundierte Analyse

Betrachtet man die Rangtabellen mit den periodischen Renditen der verschiedenen Anlage-klassen (siehe Tabelle), erkennt man sofort den hohen Stellenwert einer flexiblen Anlagestrategie im Hinblick auf die Zielerreichung. Verschiedene empirische Studien zeigen auf, dass 80 bis 90% der Gesamtrendite mit der richtigen Vermögensallokation erzielt werden, die im Wesentlichen darauf beruht, Marktentwicklungen frühzeitig zu antizipieren. Dies wiederum erfordert zwingend eine fundierte Expertise, eingebettet in ein globales Netzwerk. Total-Return-Strategien setzen in der Regel auf grosse Bandbreiten innerhalb der einzelnen Anlageklassen. So kann beispielsweise die Bandbreite für die Aktienenallokation zwischen 0 und 50% (netto) festgelegt werden. Dem Portfoliomanagement wird dadurch ermöglicht, bei ungünstigen Prognosen ganz auf Aktien zu verzichten oder im umgekehrten Fall bis zu 50% in Aktien zu investieren. Dem stehen relativ verwaltete Portfolios gegenüber, die in der Regel enge Bandbreiten um eine strategisch neutrale Vorgabe (Benchmark) definieren. Gewisse taktische Veränderungen sind zwar auch hier möglich, oftmals aber sind Mindestallokationen in einer bestimmten Anlageklasse vorgeschrieben. Um die Möglichkeiten der einzelnen Anlageklassen voll auszuschöpfen, werden innerhalb der weit definierten Bandbreiten verschiedene Anlagestile (Long-only, long/short oder marktneutral) umgesetzt. Im genannten Beispiel wird ein Aktienengagement von 50% bei positiven Aussichten demnach über eine Long-only-Strategie umgesetzt werden. Steigt das Risiko an den Aktienmärkten wieder an, kommt für einen Teil der Aktienallokation ein marktneutraler oder ein Long/Short-Anlagestil zur Anwendung (siehe Grafik).

Ohne Risiko-Modelle

Das Portfoliomanagement geniesst bei der Umsetzung von Total-Return-Strategien im Vergleich zu anderen Anlageformen sehr grosse Freiheiten. Obschon die angebotenen Lösungen strengen in- und externen Anlagerichtlinien unterliegen, ist ein aktives Management auf Basis modernster Risikomodelle unerlässlich. Damit der Kapitalerhalt in schwierigen Marktphasen sichergestellt werden kann, werden Risikobudgets definiert, die zu keiner Zeit überschritten werden dürfen. Nimmt die Unsicherheit an den Finanzmärkten zu, reduziert sich das Risikobudget entsprechend und das Portfoliomanagement wird risikobehaftete Anlagen umgehend abbauen. Aus den einzelnen Total-Return-Lösungen mit unterschiedlich hohen Risikobudgets resultieren individuelle Anlagehorizonte und Renditeerwartungen, die sowohl risikoscheuen als auch risikofreudigen Investoren gerecht zu werden vermögen. Allerdings: Total-Return-Strategien liegt – unabhängig vom Anlegerprofil – eine «Versicherungsprämie» zugrunde. Wer sein Kapital in volatilen Phasen erhalten will, verzichtet auf die volle Partizipation an steigenden Märkten. Ob der damit verbundene Preis eine möglicherweise unbekümmerte Nachtruhe aufwiegt, muss jeder Anleger für sich allein entscheiden.

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