Es gibt in NPO viele Themen, die so in Profitorganisationen nicht existieren; deshalb ist eine spezifische Managementlehre für NPO unabdingbar», erklärt Hans Lichtsteiner, Direktor Weiterbildung am Institut für Verbands-Management (VMI) der Universität Freiburg. Dieses hat seit 2002 als bislang einziger Anbieter in der Schweiz ein Executive MBA für NPO im Programm. Mit der Universität Salzburg hat das Institut bis jetzt auch nur einen direkten Konkurrenten im deutschen Sprachraum gehabt. Nun kommt aber mit der Universität Heidelberg, die diesen Herbst ebenfalls ein MBA für NPO startet, ein weiterer Mitspieler hinzu.

Führen und predigen

Klar ist: Absolventen mit einem MBA für NPO in der Tasche sind auf dem Arbeitsmarkt bis jetzt eher selten. Einer von ihnen ist Andreas Rellstab. Er hat im Juni das Executive MBA in NPO-Management in Freiburg abgeschlossen. «Die Ausbildung hilft mir, an meiner neuen Stelle meine Leitungs- und Führungsfunktionen in der Personalplanung und der Kommunikation besser wahrzunehmen», sagt er.

Hinter der eher beliebig klingenden Aussage versteckt sich in diesem Falle eine ganz spezielle Aufgabe: Rellstab, der ehemalige Pfarrer von St. Moritz, ist seit dem 1. Juli Bischofsvikar im Bistum Chur.

Die Weiterbildung in Freiburg erlebte er als gute Ergänzung zu seiner früheren geisteswissenschaftlichen Ausbildung. Was er dort nun frisch gelernt hat, will er jetzt unter anderem nutzen, um am neuen Wirkungskreis die richtigen Schwerpunkte zu setzen und richtig zu delegieren. «Damit hoffe ich, weiterhin Zeit für die eigentliche Seelsorge zu haben.» Der Geistliche mit dem EMBA in NPO hat sich nämlich fest vorgenommen, auch als Bistumsmanager in Zukunft weiterhin regelmässig auf der Kanzel zu stehen und zu predigen.

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Dass ein kirchliches Bistum sein Führungsgremium mit einem MBA-Manager besetzt, mag vielleicht eher die Ausnahme sein. Bei den Hilfswerken und Umweltorganisationen ist eine solche Praxis hingegen im Zuge der in den letzten Jahren erfolgten Professionalisierung längst zur Regel geworden. Studienkollegin von Rellstab war zum Beispiel Valérie Krafft, die Geschäftsleiterin der Rheumaliga Schweiz. «Unsere Organisation vertritt besondere Werte wie Solidarität und echte Verbundenheit mit den Betroffenen; diese Werte verpflichten zu höchster Professionalität, gerade auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht», begründet sie ihr MBA-Studium.

Bei einem der grössten Hilfswerke, dem Schweizerischen Roten Kreuz, sind laut Kommunikationsleiter Beat Wagner mindestens ein halbes Dutzend Personen am Hauptsitz und bei den Kantonalverbänden in leitenden Funktionen tätig, die ein MBA absolviert haben, darunter zwei mit der spezifischen Ausrichtung auf NPO-Management.

Kein «Business as usual»

Auch der WWF Schweiz setzt auf Leute mit MBA. In der erweiterten Geschäftsleitung ist es zum Beispiel Christiane Maillefer, die den entsprechenden Abschluss an der Universität Lausanne gemacht hat.

In der Geschäftsleitung der Caritas sind zwar keine Leute mit einem MBA. Aber die Organisation arbeitet eng mit dem VMI in Freiburg zusammen, wobei der Austausch in beide Richtungen erfolgt. «Wir schicken Mitarbeitende an Lehrgänge in Fundraising und NPO-Management; gleichzeitig sind dort Kaderleute von uns auch als Dozenten tätig», verrät Caritas-Sprecher Odilo Noti.

VMI-Direktor Hans Lichtsteiner gerät nicht in Verlegenheit, weitere Argumente für eine spezifische Managementausbildung für NPO-Kader zu nennen. Zwar seien viele NPO mit Blick aufs Budget und auf die Zahl der Mitarbeitenden durchaus mit KMU zu vergleichen, schickt er voraus. «Doch die Führung einer NPO ist in der Regel komplizierter, denn sie erfolgt sehr partizipativ und unter Einbezug von demokratischen Elementen», betont er. Weitere zu beachtende Punkte: In den Führungsgremien der NPO sitzen meistens Haupt- und Ehrenamtliche, woraus sich ganz spezifische Rollenkonflikte ergeben.

Auch die Erfolgskontrolle ist schwierig, da die Organisation an Sachzielen zu messen ist und nicht einfach am wirtschaftlichen Erfolg. «Das Rote Kreuz wird, wenn es einen Gewinn erzielt, dafür in der Presse kaum gross gelobt», illustriert Lichtsteiner an einem Beispiel. Zudem erzeugten NPO neben Produkten und Dienstleistungen für Individuen vor allem Kollektivgüter wie Interessenvertretung, Öffentlichkeitsarbeit oder Lobbying. Und sie finanzierten sich nicht einzig über den Verkauf ihrer Leistungen, sondern mindestens so sehr auch über Mitgliederbeiträge, Leistungsverträge und über Fundraising und Sponsoring.

Laut Lichtsteiner sind das alles Herausforderungen, auf welche die Anbieter am besten mit einer spezifischen Managementausbildung reagieren. Deren Wert für die Absolventen kann er leicht mit Zahlen belegen. «Unsere Erfahrung zeigt, dass rund 30 bis 40% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer 18 Monate nach Aufnahme ihrer Ausbildung bei uns eine berufliche Veränderung erfahren, sei es, weil sie innerhalb der Organisation aufsteigen, oder aber, weil sie sich ausserhalb ihrer Organisation eine neue Herausforderung suchen.»

 

 


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