Knapp 70 Offshore-Zentren hat die internationale Nichtregierungsorganisation Tax Justice Network akribisch aufgelistet. Dabei zeigt sich: Gerade die lautstarksten Feinde des Schweizer Bankgeheimnisses stecken knietief im Steueroasen-Sumpf. Grösster Sünder sind gemäss der Studie die USA, insbesondere wegen ihres Briefkastenfirmen-Eldorados Delaware. Eine unrühmliche Rolle spielt auch Grossbritannien. Zwar wird der Finanzplatz London als einigermassen sauber taxiert. Doch das hat einen Grund: «London benutzt seine Satelliten wie Jersey oder die Cayman Islands für die Schmutzarbeit», erklärt John Christensen, der Direktor des Tax Justice Network.

Auf Christensens Liste figuriert auch die Schweiz prominent: Sie liegt auf Rang drei der verschwiegenen Offshore-Zentren der Welt. Christensen hält das Bankgeheimnis für überholt, doch anerkennt er: «In der Schweiz findet glücklicherweise eine breite Debatte um das Thema Steuerflucht statt. Ich wünschte mir, es gäbe in den USA oder in Grossbritannien eine ähnliche Diskussion.»

Auf Christensens Liste figuriert auch die Schweiz prominent: Sie liegt auf Rang drei der verschwiegenen Offshore-Zentren der Welt. Christensen hält das Bankgeheimnis für überholt, doch anerkennt er: «In der Schweiz findet glücklicherweise eine breite Debatte um das Thema Steuerflucht statt. Ich wünschte mir, es gäbe in den USA oder in Grossbritannien eine ähnliche Diskussion.»

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