Die Schweizer Printmedien haben 2012 deutliche Einbussen bei den Werbeeinnahmen erlitten. Die Inserateeinnahmen gingen frankenmässig um gut 11 Prozent auf 1,434 Milliarden Franken zurück, wie aus der Inseratestatistik der WEMF AG für Werbemedienforschung hervorgeht.

Einen massiven Einbruch von über 25 Prozent erlitten die Stellenanzeigen. Die Inserateeinnahmen beliefen sich hier auf 121,3 Millionen Franken. Ein Minus von knapp 13 Prozent resultierte bei den Liegenschaftsanzeigen (46,9 Millionen Franken). Die kommerziellen Anzeigen nahmen um knapp 11 Prozent auf 1,138 Milliarden Franken ab. Einzig die Prospektbeilagen verzeichneten ein Plus von 4,9 Prozent (128 Millionen Franken).

Am stärksten vom Inseraterückgang betroffen waren die Finanz- und Wirtschaftspresse (-15 Prozent auf 38 Millionen Franken), die Tagespresse (-12 Prozent auf 767 Millionen Franken) und die Publikumspresse (-12 Prozent auf 331 Millionen Franken). Doch auch die anderen Titel konnten sind dem negativen Trend nicht entziehen. Die Rückgänge schwanken zwischen 6 und 8 Prozent.

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Dezember lief besonders schlecht

Noch gravierender als im Gesamtjahr waren die Werbeeinbussen im Monat Dezember. Insgesamt musste ein Rückgang um fast 13 Prozent auf 102,6 Millionen Franken hingenommen werden. Während die Sonntagspresse und die Spezialpresse deutlich zulegen konnten (+7 respektive 12 Prozent), verlor die Finanz- und Wirtschaftspresse im Vergleich zum Vorjahresmonat über 50 Prozent ihrer Inserateeinnahmen.

Wie die WEMF weiter mitteilte, endet mit dem nun veröffentlichten Jahresrückblick die monatliche Publikation der Inseratestatistik. Angesichts der zunehmend wichtiger werdenden intermedialen Betrachtung hätten die herausgebenden Verbände (VSM und VSW) entschieden, die Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf die Werbeumsätze auf eine neue Grundlage zu stellen. Ziel sei es, weitere Mediengattungen für die regelmässige Publikation ihrer Werbeumsätze zu gewinnen.

(tno/muv/sda)