Die Technik werde immer stärker, und die Welt werde sich immer mehr durch Technik charakterisieren lassen, sagte David Bosshart, CEO Gottlieb-Duttweiler-Institut. Und er fügte hinzu, dass es immer mehr Experimente brauche, um etwas zu entwickeln: «Sie können Google nicht jeden Tag neu erfinden.»

Das Web 2.0 befindet sich noch in der Startphase und ist durchaus noch entwicklungsfähig. Walter Steinlin, Leiter Swisscom Innovations, bezeichnete es als «unbequem möbliert». Der Zugang müsse breiter und bequemer gemacht und freundlicher möbliert werden, betonte Steinlin. «So können wir mehr neue Leute anziehen.»

Klaus Kappeler, CEO der Goldbach-Media-Gruppe, ist überzeugt, dass neue digitale Marketingplattformen entstehen würden. Er erwähnte etwa das E-Game-Advertising, wo die reale Welt in Spielen abgebildet wird und so den Unternehmen Werbefläche bietet. «Man muss die Botschaft zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Zielgruppe bringen», sagte Kappeler dazu.

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Nach den Referaten wurde die Marketing Trophy 2008 verliehen. Bei den Grossunternehmen wurde Sandoz mit «More than Generics» zum Sieger gekürt. «Der Kunde zahlt 2. Klasse und kann 1. Klasse fahren», lobte die Jury bezüglich Kompetenz und Preis. Present-Service Ullrich & Co. durfte bei den Kleinunternehmen den ersten Preis entgegennehmen. Die Familienmesse «FamExpo» verbinde Innovation mit solidem Handwerk, begründete die Jury. Das siegreiche Unternehmen erhielt zudem den Publikumspreis. Bei den Nonprofit-Organisationen wurde «Best of Swiss Gastro» mit Gold ausgezeichnet.

Schliesslich kündigte Moderator Stephan Klapproth noch den Überraschungsgast an: Pius Walker, Werber des Jahres. Als kleiner Junge wollte er «Erfindiker» werden. Nun ist er sehr erfolgreich im Erfinden und Kreieren neuer Werbung. Walker verriet den Anwesenden sein Erfolgsrezept: «Man muss Wege einschlagen, die noch keiner ging. So lassen sich die Leute begeistern.»