Die Druckerei IRL+ in Renens bei Lausanne wird geschlossen. 44 Angestellte werden voraussichtlich entlassen, für die fünf Lehrlinge wird eine Anschlusslösung gesucht.

Alle Aktivitäten der IRL+ werden zur Holding SFF Arts graphiques verschoben, wie die Druckerei am Montag mitteilte. 14 Angestellte könnten von dieser übernommen werden. Neben strukturellen Problemen habe der Firma seit Anfang Jahr auch der starke Franken zugesetzt.

Kahlschlag vor drei Jahren

IRL+ ist die Nachfolgegesellschaft der Druckerei Swissprinters Renens, die 2012 von Ringier eingestampft wurde. Bereits vor drei Jahren verloren 55 Angestellte den Job.

Der Rest der damals 126 Angestellten hat in der Folgezeit grosse Einbussen hinnehmen müssen. Die Löhne wurden gekürzt, Einsparungen waren an der Tagesordnung. Die Gewerkschaft Syndicom sprach Anfang 2014 noch davon, dass der Turnaround geglückt sei. «Dank der Mobilisierung der Angestellten, der Bevölkerung und des Kantons wurde die Druckerei vor der Schliessung gerettet», hiess es vor Jahresfrist. Nun ist es doch definitiv zu Ende.

(sda/ise)

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