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Flaute
Wetterfühlig: H&M leidet unter kühlem Frühling

H&M: Indikator für die Branche. Keystone

Schlechtes Omen für den Schweizer Detailhandel: Der Textilriese H&M leidet unter dem kalten Frühling, Umsatz und Gewinn sinken. Bereits zum Jahresauftakt sorgte das Wetter für Kopfschmerzen.

Veröffentlicht am 22.06.2016

Der Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M) hat im zweiten Quartal eine geringere Nachfrage in Europa aufgrund des kühlen Frühlings zu spüren bekommen. Der Gewinn sei von März bis Ende Mai auf knapp 5,4 Milliarden schwedische Kronen (628 Millionen Franken) zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mit.

Ein Jahr zuvor hatte H&M noch gut eine Milliarde Kronen mehr verdient. Neben dem kalten, regenreichen Frühling drückten zudem der starke US-Dollar und höhere Betriebskosten erneut auf den Gewinn. Der Nettoumsatz legte um gut zwei Prozent auf knapp 46,9 Milliarden Kronen zu.

Expansion schluckt Geld

H&M bezieht rund 80 Prozent seiner Ware aus Asien, wo die Preise oft an den US-Dollar gebunden sind. Bereits zum Jahresauftakt musste der Konkurrent von Inditex (Zara, Massimo Dutti) wegen des warmen Winters und schleppender Verkäufe mehr Rabatte gewähren, um seine Saisonware loszuwerden.

Die gestiegenen Betriebskosten begründete das Management mit seiner weltweiten Expansion sowie Investitionen in Computersysteme und das Online-Geschäft.

(awp/ise/ama)

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