Das Büro wird heute zunehmend geteilt. Die Schlagwörter dazu heissen Coworking und Shared Office Spaces: Unternehmen mieten sich Arbeitsflächen hinzu, statt eigene Räumlichkeiten zu belegen. Und Jungunternehmer und Selbständige arbeiten in Gemeinschaftsbüros, wo sie ihren Arbeitsplatz selber wählen können.

Wegbereiter für diesen Trend ist WeWork, der grösste Vermieter flexibler Bürofläche weltweit. Das US-Startup hält seine Aktivitäten mittlerweile für wertvoller als die der Übernachtungsplattform Airbnb: WeWork taxiert sein Bewertung neu auf zwischen 35 und 40 Milliarden Dollar, nach zuvor 17 Milliarden Dollar, wie das «Wall Street Journal» und «Bloomberg» diese Woche berichteten. Unter den US-Technologie-Startups schätzt sich nur der Fahrdienstvermittler Uber höher ein.

Aggressiver Expansionskurs

Zu den grössten Investoren in WeWork gehört der Vision Fund der japanischen Softbank. Der Fonds beteiligt sich weltweit an Jungunternehmen, welche die Wirtschaft revolutionieren könnten. Offenbar überlegt sich Softbank nun, seinen Anteil an WeWork aufzustocken. Der erst 2010 gegründete Büroflächenanbieter expandiert derzeit rasant: Im ersten Quartal dieses Jahres erweiterte WeWork sein Netzwerk an Standorten auf 73 neue Städte. Das aggressive Wachstum hat seinen Preis. 2017 verbuchte WeWork einen Verlust von 933 Millionen Dollar.

(mbü)