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Whatsapp steigt in den mobilen Bezahlkampf ein

Whatsapp steigt in den mobilen Bezahlkampf ein
Whatsapp: Neue Bezahlfunktion. Keystone

Twint ist in der Schweiz noch nicht der grosse Renner. Dafür bringen immer mehr US-Konzerne eigene Payment-Services auf den Markt. Jetzt springt offenbar Facebook-Tochter Whatsapp auf den Zug auf.

Von Matthias Olschewski («Business Insider Deutschland»)
2017-08-10

Die beliebte Messenger-Applikation WhatsApp sorgt mit den immer mehr werdenden Features regelmässig für Freude bei den Nutzern. Zuletzt kam die Stories-Funktion und das Filter-Feature bei Fotos sehr gut an. Das sind aber alles relativ kleine Veränderungen verglichen mit dem, was der Messenger jetzt plant.

Eine neue Funktion soll nun die Welt ein Stück verändern, genauer die Art und Weise, wie wir bezahlen. Damit will WhatsApp das Bargeld überflüssig machen, das sich Konsumenten bekanntlich nur ungern nehmen lassen.

Überweisungen per Fingertippen

In der aktuellen Beta-Version 2.17.295 der App für Android-Smartphones taucht WhatsApp Payments erstmals auf. Die gut informierte Webseite «WABetainfo» berichtete über die Funktion, die demnächst für alle Nutzer ausgerollt werden könnte.

Mithilfe dieser Funktion soll es möglich sein, Geld an Menschen in der Kontaktliste zu überweisen. Möglich wäre sicherlich auch eine Verwendung der Funktion in Bars, am Kiosk und bei anderen Einzelhändlern. Diese Funktion wäre, aufgrund der grossen Marktmacht der App, ein riesiger Schritt in die Zukunft des bargeldlosen Bezahlens.

Hier seht ihr den Tweet mit der Ankündigung des Features. Auf der Webseite ist auf einem Screenshot «Sofortiger Bank-zu-Bank-Transfer über UPI» zu lesen. Mit einem Klick auf «Einverstanden» bestätigt man so angeblich die AGB von WhatsApp und die der Banken.

 

Noch viele Unbekannte

Ob das Feature seinen Weg auch in die iPhone-Version finden wird und wann die Funktion in der finalen Version bereit steht, ist bislang noch unklar. Auch Details zu den Konditionen der Banken sind noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Möglich wäre eine anteilige Berechnung des Überweisungsbetrages nach PayPal-Vorbild. Da sich das Feature aber noch versteckt in der Beta-Version befindet, ist noch keine Information gesichert.

Möglich, dass Facebook das Update für WhatsApp gemeinsam mit der Business-Variante veröffentlicht. WhatsApp kann jedenfalls Hunderte Millionen Nutzer mobilisieren, um einen Trend zu setzen, der sich bald durch andere Messenger ziehen könnte.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem «Business Insider Deutschland» unter dem Titel «Whatsapp will die Art, wie wir bezahlen, revolutionieren».

 
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