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WhatsApp will Unternehmen zur Kasse bitten

Whatsapp: Facebook hatte den Dienst 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen. Keystone

Whatsapp will künftig Geld von Unternehmen verlangen, die den Messenger für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen. Bisher wurden solche Dienste testweise kostenlos angeboten.

Veröffentlicht am 05.09.2017

WhatsApp will von Unternehmen künftig Geld verlangen, wenn sie Facebooks Kurzmitteilungsdienst für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen. Das sagte der für das operative Geschäft zuständige WhatsApp-Manager Matt Idema dem «Wall Street Journal».

Das wäre eine Abkehr von Facebooks typischem Geschäftsmodell, seine Dienste über Werbung zu finanzieren. WhatsApp-Mitgründer Jan Koum hatte auch nach der Übernahme durch Facebook stets betont, dass der Service werbefrei bleiben solle. WhatsApp hat mehr als eine Milliarde Nutzer.

Automatisierte Chatbots

«Wir wollen eine Grundlage dafür schaffen, damit Menschen Unternehmen Kurzmitteilungen schicken können und die Antworten, die sie wollen, bekommen», sagte Idema der Zeitung. «Wir haben vor, dafür von Unternehmen in der Zukunft Geld zu verlangen.» Bisher wurden Firmen testweise kostenlose Dienste für den Kontakt zu Kunden angeboten.

Das Online-Netzwerk bietet bei seinem zweiten Kurzmitteilungsdienst, dem Facebook Messenger, ebenfalls die Möglichkeit für Unternehmen, mit ihren Kunden zu kommunizieren. Dort soll das Geld aber mit Werbung verdient werden. Messenger-Chef David Marcus will ausserdem automatisierte Chatbots für den Kundendienst auf der Plattform etablieren.

Kontroversen mit Datenschützern

Facebook hatte WhatsApp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen. Zuletzt gab es Kontroversen mit Datenschützern über einen Austausch von Nutzerdaten zwischen WhatsApp und Facebook. In Europa liegen die Pläne auf Eis.

(sda/cfr)
 

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