Whisky bleibt weiterhin ein gefragtes Destillat. Das beweisen nicht nur die Geschäftszahlen der grossen Schweizer Importeure wie unter anderem Diageo, Pernod Ricard Swiss, Haecky Drink & Wine, Dettling & Marmot oder World of Whisky, sondern hieb- und stichfest auch die Statistiken der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV). Generell steigt der Alkoholkonsum hierzulande. So hat die Bevölkerung in der Schweiz 2007 pro Kopf 8,8 l reinen Alkohol konsumiert, 2 dl mehr als im Vorjahr. Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen allein stieg im Berichtsjahr von 3,9 auf 4 l zu 40 Volumenprozent an.

Importe auf dem Vormarsch

Laut EAV mussten hingegen die inländischen Spirituosen-Produzenten 2007 auf Kosten der Importeure einen weiteren Produktionsrückgang hinnehmen. So sank die Menge reinen Alkohols hier um 3,5% auf 15551 hl. Betroffen war vor allem der inländische Spezialitätenbrand aus Kirschen.

Whisky auf dem Spitzenplatz

Entsprechend verstärkte sich die Dominanz ausländischer Spirituosen weiter: Absoluter Spitzenreiter war mit 18380 hl reinen Alkohols erneut der Whisky, der damit allein die gesamte Inlandproduktion übertraf. Der Wodka legte um 6,5% zu.

Insgesamt wurden 78662 hl reinen Alkohols in Form alkoholischer Getränke in die Schweiz eingeführt. Der Export stieg zugleich erstmals über die Grenze von 3000 hl. Besonders zulegen konnte der 2005 legalisierte Absinth, wo sich die Ausfuhren mit 291 hl reinen Alkohols im Vergleich zum Vorjahr vervierfachten.

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Um die verlorenen Marktanteile der Schweizer Edelbrände zurückzuerobern, soll nun eine neue Plattform gegründet werden. Denn seit der massiven Senkung der Importsteuer erobert insbesondere der Whisky die Schweiz. Einheimische Edelbrände dagegen sind nur noch Nischenprodukte.