«Trash talk» heisst das gemeinsame Projekt der Mobilen Jugendarbeit Basel/Riehen und des Amtes für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Stadt. Geschulte Jugendliche, sogenannte Peers-to-Peers-educators, sensibilisieren aufgrund eines Wettbewerbsbogens andere Jugendliche für die Abfallthematik. Neu sprechen die Jugendlichen auch Erwachsene zu diesem Thema an. Das Projekt wurde bereits sechsmal erfolgreich durchgeführt. Da die Mobile Jugendarbeit Basel/Riehen wie auch das Amt für Umwelt und Energie stets neue Ideen einbringen, geht das Projekt in optimierter Form weiter. Pro Jahr werden auf diese Weise rund 700 Jugendlichen im direkten Dialog differenzierte Inhalte rund um Abfall vermittelt.

Nach Basel nun auch im Thurgau

Auch im Thurgau wird Jugendarbeit bewusst in die Anti-Littering-Kampagne des Kantons mit einbezogen. Der Verein Toja (Thurgauer Offene Jugendarbeit) erstellte ein Konzept, wie das Littering an Partys oder auch im Umfeld der Jugendtreffs mit geschickten Massnahmen eingedämmt werden kann. So wird an Partys überwacht, dass Getränke und das Essen nur innerhalb des Veranstaltungsortes konsumiert und richtig entsorgt werden. Und für Zigarettenstummel stehen grosse Sandaschenbecher zur Verfügung. Doch damit nicht genug ...

Nichts geht über Informieren

Gemäss Daniel Plaisant, Präsident von Toja, zählt zum Konzept weiter das Informieren über die Umweltplakate und das Aufstellen von Containern; beides von der IG saubere Umwelt. Daneben sind das direkte Gespräch und das Zur-Rede-Stellen von Jugendlichen in Littering-Situationen ein wichtiges Mittel.

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Auch die Kreativität kommt bei dieser Aufklärungsarbeit nicht zu kurz. Mitglieder der Toja haben mit Jugendlichen Mülltonnen gestaltet und den zwölfminütigen Film «Neue Abfallberge? Ohne uns!» erstellt. Im Film wird besonders deutlich, wie die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema zu Rückschlüssen auf das eigene Verhalten der Jugendlichen führen kann.

Gesucht wird die Vernetzung

Die Toja-Mitglieder vernetzen sich zudem mit Hausabwarten, Werkhofsmitarbeitern und den zuständigen Personen im Stadt- oder Gemeinderat. Gemeinsam werden Ideen entwickelt oder Missstände beseitigt. Demnächst wird ein Workshop der Seecon GmbH zu konkreten Massnahmen mit Jugendlichen durchgeführt.