Es ist ein Zusammenschluss von Giganten, der an den Börsen viel Anklang gefunden hat: die Fusion von Clariant und der US-Firma Huntsman. Damit das Geschäft reibungslos über die Bühne geht, halten Anwälte, Banker und Manager stundenlange Sitzungen ab, die Geschäftsführer der beiden Unternehmen überwachen alles.

Wie eine Fusion klappen kann, erklärt Peter Huntsman, CEO des gleichnamigen US-Unternehmens: «Fusionen sind schwierig. Die Kultur beginnt bei den CEOs, beide müssen Kompromisse machen. Wir nehmen Clariant und Huntsman und kreieren daraus etwas anderes. Wenn wir nur eine grössere Huntsman oder Clariant formen wollten, funktioniert es nicht.»

Die Firmenhochzeit hat Folgen: Der am Montag bekannt gewordene Deal wird die Schweizer Industrielandschaft nachhaltig verändern. Huntsman ist ein börsenkotiertes US-Unternehmen, das auch in der Schweiz tätig ist. Mit einem Umsatz von 9 Milliarden Franken beschäftigt der Konzern 15'000 Mitarbeiter. Dem gegenüber steht Clariant, die Schweizer Spezialchemiefirma mit 17'000 Mitarbeitern macht einen Umsatz von 6 Milliarden Franken. Beides sind also Schwergewichte, jetzt wird ein gemeinsamer Weg gesucht. Fest steht: Der Sitz des Konzerns wird in der Schweiz sein, während der operative Sitz Woodlands in Texas geführt wird.

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Was CEO Hariolf Kottmann zur Fusion meint, sehen Sie im Beitrag von SRF Eco.

(btl/me)