«Jetzt kommt den KMU die Schweizer Mentalität zugute», sagt Thomas Frutiger, Chef der gleichnamigen Berner Baugruppe. «Die meisten Unternehmen sind vorsichtig, solide und langfristig finanziert. Sie haben gute Jahre hinter sich und können nun von den Reserven zehren, ohne dass es gleich an die Substanz geht.»

Für den Unternehmer und FDP-Nationalrat Otto Ineichen zeigt die gegenwärtige Krise: «Die KMU sind die Stützen der Schweizer Wirtschaft. Die KMU-Landschaft ist gesund und krisenresistent.» Der klassische Unternehmer lasse sich jetzt nicht unterkriegen.

Doris Albisser, Mitinhaberin von CSL Communication, räumt allerdings ein: «Im Vergleich zu Firmen, die sich am Binnenmarkt orientieren, stellt die Krise die international tätigen Firmen tendenziell stärker auf den Prüfstand.» Eine gute Figur machen jene Firmen, die ihre Kostenstruktur variabel anpassen können oder die sich laufend durch neue Produkte und Dienstleistungen am Markt behaupten.

Carolina Müller-Möhl, Unternehmerin und Jurypräsidentin des Swiss Economic Award, ist überzeugt, dass viele Schweizer KMU hervorragend und sehr schnell auf die Krise reagiert haben. «Ich bin sicher, dass wir im internationalen Vergleich gut abschneiden.» Obschon sich in der Schweiz und in Europa noch keine schnelle Erholung abzeichnet, ruft sie die KMU auf, positiv zu denken: «Wir stehen in einer Phase des Umbruchs. Wo umgebaut wird, entsteht immer viel Raum für Neues und für Kreatives.»

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