Von Januar bis Juni 2013 haben in der Schweiz 2'327 Firmen Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Dies ist ein Plus von 6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Besonders im Tessin und im Südwesten der Schweiz konnten mehr Firmen ihre Rechnungen nicht mehr zahlen. In den anderen Regionen war die Entwicklung moderater.

Weniger Insolvenzen als im Vorjahr verzeichneten die Ostschweiz sowie die Zentralschweiz, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B (früher: Dun&Bradstreet) in seiner am Donnerstag veröffentlichten Konkursstatistik ausweist. Die Firmenzusammenbrüche wegen Zahlungsunfähigkeit verteilten sich in den ersten sechs Monaten geografisch höchst unterschiedlich. Das Tessin wurde mit einer Zunahme um 26% von einer eigentlichen Pleitewelle heimgesucht. Im Südwesten der Schweiz nahmen die Pleiten um 11 Prozent zu. In der Nordwestschweiz mit 5, im Espace Mittelland mit 4 und in Zürich mit 3% fiel die Zunahme moderater aus. Weniger Pleitefirmen verzeichneten die Regionen Ostschweiz (-1 Prozent) und Zentralschweiz (-2 Prozent).

Weniger Konkurse durch Organisationsmangel

Insgesamt schoben die Konkursbehörden von Januar bis Juni den Geschäften von 3'308 Unternehmen einen Riegel. Das waren 3% mehr als in der gleichen Zeitspanne 2012. 981 Firmen wurden aufgelöst, weil Organisationsmängel vorlagen. Die Zahl dieser Konkursverfahren ohne Konkurseröffnung sank gegenüber der Vorjahresperiode um 4%.

Tessin auch bei Gründungen vorne

Bei den Neueintragungen ins Handelsregister erbrachte die Erhebung von Bisnode D&B eine leichte Erhöhung. Mit 20'258 neu registrierten Firmen lag der Stand Ende Juni 1% über dem Vorjahreswert.

Am ehesten wehte der Gründergeist mit einer Zunahme von 10% Neueintragungen im Tessin. In der Zentralschweiz scheint die Boomzeit jedoch vorbei zu sein: Hier kam es bei den Neugründungen zu einem Rückgang um 9%.

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(ama/tke/sda)