Im verfahrenen Steuerstreit mit den USA erhält die UBS Unterstützung von den Regionalbanken: Die Grossbank dürfe nicht allein gelassen werden, denn «es geht um den Finanzplatz als Ganzes und um die Schweizer Volkswirtschaft», sagt Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz. Mit seiner Haltung stellt sich Vincenz gegen fast alle politischen Parteien, die der UBS die Unterstützung verweigern. Solidarisch mit der Konkurrentin ist auch die Regionalbanken-Gruppe Valiant. «Die heutige Situation kann von der UBS nicht allein gelöst werden», sagt Valiant-Verwaltungsratspräsident Kurt Streit. Peter V. Kunz, Professor für Wirtschaftsrecht an der Universität Bern, hält die Forderungen der Politiker gar für «nicht plausibel»: «Die UBS müsste das Bankgeheimnis brechen, das ist völlig illusorisch.» Bereits gibt es erste Anzeichen, dass der Steuerstreit die UBS weitere Kundengelder kostet. «Es gibt vereinzelte Anfragen, die im Zusammenhang zur aktuellen Situation stehen», bestätigt Valiant-VRP Kurt Streit. Der frühere SNB-Vize Niklaus Blattner bestätigt: «Unsicherheit ist Gift für eine Bank.»

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