Der Gründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, Jimmy Wales, will mehr Frauen für das Schreiben von Einträgen gewinnen. «Fakt ist, nur 15 Prozent unserer aktiven Gemeinschaft sind weiblich. Unser Ziel ist es, den Frauen-Anteil so schnell wie möglich auf 25 Prozent zu steigern», sagte Wales «Bild.de». Eine Folge des Defizits sei, dass einige Themengebiete in dem Internet-Lexikon zu kurz kämen. Als weitere Kritik wird häufig genannt, dass die meisten Autoren aus wohlhabenden Ländern stammen und dadurch ärmere Regionen bei den Beiträgen unterrepräsentiert sind.

Wikipedia gibt es in mehr als 280 Sprachen, auf deutsch wurden bisher fast 1,7 Millionen Artikel verfasst. Das kostenlose und werbefreie Internet-Lexikon revolutionierte den klassischen Markt für Enzyklopädien: Die traditionsreiche Encyclopedia Britannica stellte 2012 ihre Printausgaben ein.

(awp/moh)