Wie wichtig sind Böden eigentlich für das Image von Unternehmen?

Remo Hägni: Der Boden gehört unbestritten zu den Imageträgern jedes Unternehmens. Oft ist er sogar Teil der Corporate Identity. Diesbezüglich spielt bereits die Wahl eine Rolle. Das Wichtigste ist aber, dass ein Boden gepflegt und sauber wirkt. Ein ungepflegter Boden lässt unvorteilhafte Rückschlüsse auf die Firma zu. Der Boden ist zudem massgeblich mitentscheidend, wie wohl man sich in einem Raum fühlt. Insbesondere soll er sich auch sicher anfühlen.

Spielt dabei die Art des Bodens eine Rolle?

Hägni: Ob Textil-, Holz- oder Natursteinbelag ist ein Grundsatzentscheid. Wird zugunsten von Naturstein entschieden, spielt die Art und Beschaffenheit eine wichtige Rolle. Hochglanzböden sind heikel und fühlen sich, selbst wenn sie behandelt sind, subjektiv weniger sicher an als matte Oberflächen, Rutschgefahr bei Nässe beispielsweise. Auch die laufende Reinigung ist aufwendiger. Glanzböden verzeihen keinerlei Reinigungsfehler. Die heute weitgehend bevorzugten matten Natursteinböden sind behaglich und bei richtiger Behandlung auch pflegeleichter.

Ihr Unternehmen ist als Problemlöser für Natur- und Kunststeinböden bekannt. Welches sind Ihre Spezialitäten?

Hägni: Die Firma Hägni AG hat 30 Jahre Erfahrung in der Reinigung und davon viele Jahre in der Pflege und Renovation von Natursteinböden. Zusammen mit unserem Know-how in Bezug auf Gesteinsarten, deren Vorzüge und Nachteile, deren Anspruch auf die Pflege haben wir für fast alle Problemstellungen eine Lösung. Sei es die Reinigung oder die Renovation. Bis heute haben wir weit über 100000 m2 Natursteinböden imprägniert, gereinigt und geschliffen. Marmorböden von Luxushotels gehören ebenso dazu wie Sandsteinböden von Klöstern, repräsentative Eingangshallen und historische Villen.

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Für mich persönlich ist Naturstein zu einer Passion geworden. Wir bilden unsere Mitarbeiter laufend weiter aus. Es ist schön, nach Abschluss der Arbeiten die Bauherren glücklich und zufrieden zu sehen.

Worauf kommt es bei der Natur- und Kunststeinbodenpflege besonders an?

Hägni: Das A und das O ist, dass man die Gesteinsarten kennt. Jeder Stein ist anders und reagiert anders auf Feuchtigkeit, Säure und Schleifvorgänge. Dunkle Steine sind beispielsweise heikler als helle. Deshalb analysieren wir jeden Boden und nehmen Probereinigungen vor, bevor wir ihn einer Behandlung unterziehen. Es ist auch enorm wichtig, den Bauherrn auf die möglichen Grenzen einer Renovation aufmerksam zu machen. Es lässt sich bei weitem nicht mit jedem Stein alles machen. Leider müssen wir hin und wieder feststellen, dass sie bereits bei der Wahl falsch beraten wurden.

Was gehört zu einer richtigen Behandlung?

Hägni: Naturstein lebt. Mit der auf den Stein abgestimmten, richtigen Wischpflege wird der Boden zunehmend schöner und satter in Farbe und Struktur. Grundsätzlich sind für saugfähige Gesteinsarten Reinigungsmittel mit entsprechenden Pflegekomponenten erforderlich. Nichtsaugfähige Böden benötigen praktisch keine Pflegekomponenten.

Welche Arbeitsgänge empfehlen Sie?

Hägni: Von Zeit zu Zeit sollte man jeden Boden maschinell grundreinigen und das Schmutzwasser absaugen. Nicht nur der Naturstein, auch die Zementfugen werden so wieder sauber. Je nach Boden und Beanspruchung empfehlen wir auch eine Imprägnierung. Sie schützt optimal gegen Flecken, verhindert das Eindringen von Öl, Fett und Wasser und erleichtert die weitere Unterhaltspflege. Aber Vorsicht: Diese Arbeiten sollten nur von Fachleuten und nach einer eingehenden Analyse ausgeführt werden.

Braucht ein richtig behandelter Boden tägliche Pflege?

Hägni: Reinigen ist immer besser als nicht reinigen. Das Intervall hängt davon ab, wie exponiert und wie strapaziert der Boden ist. Hotelhallen werden täglich bis zu dreimal gereinigt, ein Treppenhaus in der Regel einmal pro Woche.

Wie lange hält eine gründlich durchgeführte Behandlung?

Hägni: Im Aussenbereich bis zu fünf Jahren. Im Innenbereich hängt die Haltbarkeit wesentlich von den eingesetzten Pflegemitteln ab. Ungeeignet sind stark entfettende sowie schichtbildende Produkte. Stark beanspruchte Flächen wie Küchenarbeitsplatten, Waschtischabdeckungen und Ähnliches sollten einmal jährlich nachbehandelt werden.

Was empfehlen Sie generell bei Problemen im Bereich von Kunst- und Natursteinböden?

Hägni: Der beste erste Schritt ist der Besuch der Homepage der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für den Naturstein, Pro Naturstein, zu finden unter www.pronaturstein.ch. Hier findet man zahlreiche nützliche Informationen, Hinweise sowie Empfehlungen. Die Hägni AG ist als Expertenfirma Mitglied dieser Arbeitsgemeinschaft. Wir sind zudem jederzeit bereit, einen Boden kostenlos zu inspizieren und gemeinsam eine optimale Lösung zu erarbeiten.