Im Kern der neuen Rückenmatratze «Opera» wird es mit Latex, Fiberglas und speziellen Schaumelementen neu kombiniert. Dieses handwerklich-technische Meisterwerk für den Rücken bringt Natur und modernste Technologie in Einklang. Walter Schnellmann, Gründer der Riposa Swiss Sleep AG und Mitinhaber, erläutert die Vorteile dieser neuen Fertigungstechnik.

Auf Rosshaarmatratzen schliefen bereits unsere Urgrosseltern. Was hat Sie bewogen, dieses traditionsreiche Material für die Konstruktion einer hochwertigen Rückenmatratze wieder neu zu entdecken?

Walter Schnellmann: Rosshaar ist in der Tat ein bewährtes Polstermaterial mit einer langen Geschichte. Es wird seit Jahrzehnten auch für die Herstellung von Matratzen benutzt. Pferdehaare sind ein Naturprodukt. Das verarbeitete Rosshaar hat eine hohe Elastizität und Federwirkung. Dazu kommen weitere vorteilhafte Eigenschaften: Rosshaar lässt die Matratze gut atmen und wirkt klimatisierend. Die Feuchtigkeitsregulierung und die stets gute Durchlüftung der Fasern bewirken ein angenehmes, trockenes Bettklima.

Die alten Rosshaarmatratzen hatten allerdings auch gewichtige Nachteile

Schnellmann: Das stimmt, sie waren in der Tat ziemlich schwer. Aus diesem Grund wurden die Rosshaarmatratzen damals auch mehrteilig hergestellt. Früher hat man das lose Rosshaar in Matratzen in unterteilte Kammern gefüllt. Diese Matratzen mussten deshalb auch öfters aufgeschüttelt oder nachgestopft werden.

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Woher stammt der «Rohstoff» Rosshaar?

Schnellmann: Beim Rosshaar, das heute in den Matratzen verarbeitet wird, handelt es sich um Mähnen- oder Schweifhaare von Pferden. Es wird überwiegend aus Argentinien importiert. Nach Industrienorm unterscheiden wir beim Rosshaar zwischen Rossschweifhaar und Rosshaar. Entscheidend ist dabei jedoch vor allem die Haarlänge, die zur Verarbeitung kommt ? und nicht so sehr, ob das Haar nun von der Mähne oder vom Schweif des Pferdes stammt. Die Mindestlänge der Haare sollte aber zehn Zentimeter betragen, damit sie ihre optimale Feder- und Klimawirkung entfalten können.

Wie wird das Rosshaar in der modernen Matratzentechnologie eingesetzt?

Schnellmann: Wir haben eine ganz spezielle Verarbeitungsmethode für das Rosshaar entwickelt: Die Rosshaar-Latex-Manufaktur, abgekürzt «Rolma». Dabei kommt sogar auch wieder gutes altes Handwerk zum Zug. Das zu Strängen gekrollte und gereinigte Rosshaar wird bei uns nämlich von Hand in die vorbereiteten Kanäle auf der Latexkonstruktion eingezogen. Dadurch kann sich das Rosshaar in der Matratze später nicht verdichten oder verhärten. Das kostbare Material wird auf diese Weise optimal genutzt und zugleich auch geschützt.

Welche anderen Materialien kommen neben dem Rosshaar in der neuen Matratze zum Zug?

Schnellmann: Selbstverständlich gelangen auch modernste Technologien und Materialien zum Einsatz: Der Komfortkern der «Opera» mit Latex-Abdeckung ist eine gelungene Synthese von traditioneller Manufaktur und modernster «Swiss Sleep»-Technologie: Fein abgestimmte Fertigungstechniken sorgen dafür, dass Rosshaar, Latex, Fiberglas- und spezielle Swiss-Foam-Elemente harmonisch zusammenwirken.

Worauf haben Sie bei der Entwicklung dieser Matratze besonderen Wert gelegt?

Schnellmann: Die Rückenmatratze soll ganz im Dienste der Gesundheit stehen und eine medizinisch geprüfte, perfekte Liegehaltung gewährleisten. Ein besonderes Augenmerk liegt deshalb auf den beiden Körperzonen, die aus medizinischer Sicht für natürliches Liegen ausschlaggebend sind: Dem Lendenwirbel- und dem Schulterbereich. Im Lendenwirbelbereich erbringt das «AirBoxSystem luxe» (ABS luxe) eine aktive Rückenstützfunktion: Es besteht aus ganz speziellen Swiss Foam-Schaumfederboxen, die dank einer entsprechenden Vorspannung die gewünschte Stützkraft entfalten. Die Schulterpartie kann dank einer Schultereinlage mit Fiberglas-Federung angenehm einsinken; Schulter und Nacken werden durch dieses Schulter-Balance-System (SBS) sanft ausbalanciert und entspannt. Die nächtliche Entspannung ist dank multifunktionalem Stützen und komfortablem Anpassen für jeden Körper optimal.

Die Schweizer werden immer umweltbewusster: Spüren Sie diesen Öko-Wandel auch als Matratzenhersteller?

Schnellmann: Ja, das ist ganz eindeutig so. Der Trend geht auch im Bettenmarkt wieder vermehrt in Richtung Ökologie und Natürlichkeit. Mit unserem Qualitätsprodukt tragen wir diesen Bedürfnissen und Wünschen der Konsumenten nach naturnahem Geniessen Rechnung. Diese Matratze ist aus diesem Grund auch völlig metallfrei konstruiert. Das ist heute ein wichtiges Argument: Sie bringt Natur und modernste Fertigungstechnologie in Einklang. Und es ist erst noch ein Stück edler Handarbeit an der Herstellung dieser hochwertigen Rückenmatratze beteiligt.

Sie ist ein Premium-Produkt, das in der Werbung auch in einem entsprechend luxuriösen Umfeld inszeniert wird.

Schnellmann: Unser Leader-Produkt soll eine hochwertige und zugleich ästhetische Genusswelt repräsentieren. Die Schweizer Rückenmatratze ist wie geschaffen für Menschen, die traditionelle, seit Generationen verfeinerte Handwerkstechniken schätzen. Sie wird mit viel Liebe und Sorgfalt hergestellt. Ein kleines, aber feines Detail: Eine edle Goldkante sowie Etiketten und Handgriffe mit Goldprägung aus unserem Nähatelier kennzeichnen und veredeln diese sorgfältige Wertarbeit. Eine solche Qualitätsmatratze ist immer eine kluge Investition in die Gesundheit des Rückens.