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Differenz
«Wir sind enttäuscht von der UBS»

Knight Vinke fordert die Abspaltung der Investmentbank. Das UBS-Management habe sich anfänglich offen gegenüber dem Begehren gezeigt, dann aber eine Kehrtwende vollzogen, sagt der Finanzinvestor.

Von Stefan Eiselin
am 02.05.2013

Knight Vinke kam aus dem Nichts. Der amerikanische Finanzinvestor outete sich heute als grosser Aktionär der UBS. Er hält rund ein Prozent der UBS-Aktien. Er begann vergangenes Jahr, Papiere des Schweizer Geldhauses aufzukaufen, wie ein Sprecher gegenüber handelszeitung.ch erklärt.

Knight Vinke forderte deshalb nun in einem Offenen Brief (siehe Downloads) den Verkauf der Investmentbank-Sparte an die Manager und die Angestellten. Die Risiken im Kapitalmarktgeschäft könnten das im Vermögensverwaltungsgeschäft so wichtige Vertrauen der Kunden in die Bank beschädigen.

Man habe anfänglich einen «konstruktiven Dialog» mit UBS-Chef Sergio Ermotti und UBS-Präsident Axel Weber geführt, erzählt der Knight-Vinke-Sprecher. Man habe sich deshalb auch gefreut, als die Führung sich aufgemacht habe, das Engagement im Investmentbankgeschäft herunterzufahren.

Doch inzwischen ist die Freude verflogen. Neuere Aussagen würden darauf hindeuten, dass das Management der UBS Dinge tue, welche dem Wunsch der Verkleinerung der Investmentbank zuwiderliefen, so Knight Vinke.

Weigerung des Managements

Dieser Meinungsumschwung habe zum Umdenken geführt. «Wir sind enttäuscht von der UBS», so der Sprecher von Knight Vinke. Das Management habe sich fortan auch geweigert, die eigenen Vertreter weiter zu treffen. Deshalb habe man nun den Weg an die Öffentlichkeit gesucht. Bislang indes ohne Erfolg.

Die Forderung des Aktionärs fand bei den Anteilseignern der UBS kein Gehör. An der Generalversammlung der Grossbank wurde der Vorschlag  nicht einmal angesprochen.

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