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Reaktion
Wird Hoeness gefährlich für Audi, Adidas und VW?

Im Kontrollgremium der FC Bayern AG ist die deutsche Wirtschaftsprominenz versammelt. Mit der Verurteilung von Uli Hoeness drohen Reputationsschäden. In Kürze will der Aufsichtsrat Stellung nehmen.

Von Mathias Ohanian
am 13.03.2014

Der Druck auf den Aufsichtsrat der FC Bayern AG wächst. Vertreten ist dort das Who-is-Who der deutschen Wirtschaft. Nachdem Uli Hoeness nun als Steuerhinterzieher verurteilt ist, drohen hohe Reputationsschäden: Sowohl Adidas-Vorsitzender Herbert Hainer als auch Audi-Chef Rupert Stadler sitzen im Aufsichtsrat des FC Bayern. Mit Martin Winterkorn ist zudem der Lenker des Autogiganten VW vertreten, ebenso Telekom-Chef Timotheus Höttges und der frühere Unicredit-Chef Dieter Rampl.

Zu Stunde berät das Kontrollgremium, wie es weitergehen soll. Audi-Chef Stadler, der Mitglied des Aufsichtsrats, ließ mitteilen, über das Ergebnis der Beratungen werde zeitnah informiert. Seit Tagen kursieren Gerüchte, wonach Anteilseigner und Sponsoren bei einer Verurteilung Druck auf Hoeness ausüben wollen, seinen Posten als Präsident der AG zu räumen – selbst wenn er von den Fans des Vereins Rückendeckung erhält.

Audi, Adidas und Allianz halten Anteile an Bayern AG

Neben dem Verein FC Bayern halten die deutschen Grosskonzerne Audi, Adidas und der Versicherer Allianz mit je 8,3 Prozent weitere Anteile an der Bayern AG. Zu den Sponsoren gehört auch die italienische Geschäftsbank Unicredit. Diese Wirtschaftsbosse und ihre Unternehmen profitierten in den vergangenen Jahren von ihrer Nähe zu Hoeness und dem FC Bayern. Doch jetzt ist der Verurteilte zu einem Reputationsrisiko geworden.

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