Dass Wirtschaftsthemen auch beim breiten Publikum auf grosses Interesse stossen, bewiesen am «Schweizer Fernsehpreis 2010» die Leserinnen und Leser von «Tele», «TV-Star» sowie die Zuschauer von Sat.1 Schweiz, indem sie die Wirtschaftssendung «Eco» vom Schweizer Fernsehen zur besten Fernsehsendung kürten. Eco-Moderator Reto Lipp konnte damit, zweieinhalb Jahre nach der Lancierung des Sendeformates, in der Maag-Event-Hall in Zürich den von den Programmzeitschriften «Tele» und «TV-Star» aus dem Verlag Axel Springer Schweiz (auch Herausgeber der «Handelszeitung») vergebenen Preis aus den Händen von Laudator Mike Müller alias Abwart Hans-Peter Burri entgegennehmen. Durchgesetzt hatte sich «Eco» gegenüber den ebenfalls nominierten Sendungen «La Bohème im Hochhaus» (SF) und «Bumann, der Restauranttester» von 3+. Die Wirtschaft- und Bankenkrise habe bei der Wahl sicher geholfen, so Lipp, der damit zu den wenigen «Profiteuren» der jüngsten Krise gehört.

Durch den Abend führte das Moderatoren-Duo Sandra Studer und Rainer Maria Salzgeber. Einen eindrücklichen Höhepunkt fand die Gala mit der Auszeichnung von Volksschauspieler Walter Roderer für sein Lebenswerk. Unter Standing Ovations nahm der 89-Jährige St. Galler sichtlich gerührt den «Lifetime-Award» von Schauspieler und Theatermann Erich Vock entgegen. Zuvor hatte Beni Thurnheer die Auszeichnung in der Kategorie «Star» an seinen jüngeren Moderatorenkollegen Nik Hartmann übergeben. Claudio Zuccolini ehrte seine ehemalige Arbeitskollegin Patricia Boser und ihr Team der Sendung «Lifestyle» in der Kategorie «Regional». Der Preis für den besten Film ging an «Die Standesbeamtin» von Regisseur Micha Lewinsky. Der Gewinner grüsste über Video die feiernden Gäste.

Mit Ausnahme der Prämierung von «Eco» stand an diesem Abend die Wirtschaftswelt allerdings klar im Schatten von Glanz und Glamour. Die gesamte Schweizer TV-Prominenz gab sich an der Preisverleihung ein Stelldichein und liessen sich in ausgelassener Stimmung feiern.