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Wolfgang Kubicki fordert Umgang «auf Augenhöhe»

«Deutschland neigt zu Anmassung»: Wolfgang Kubicki, Vizevorsitzender der deutschen FDP. Keystone

Wolfgang Kubicki, Vizevorsitzender der deutschen FDP, über das Comeback seiner Partei und was die Schweizer Politik davon erwarten kann. Der Politiker meint, seine Landsleute neigten zu Anmassung.

Von Seraina Gross
am 27.04.2016

Der deutsche FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki übt Kritik an seinen Landsleuten, wenn es um den Umgang Deutschlands mit kleineren Staaten wie der Schweiz geht. «Deutschland neigt zu Anmassung», sagt er in einem Interview mit der «Handelszeitung».

«Etwas mehr Demut stünde uns Deutschen gut an.» Gelegentlich müsse man in Deutschland daran erinnern, «dass die deutsche Rechtsordnung keine Weltgeltung beanspruchen könne».

Mehr Respekt für die Schweiz

Deutschland neige zu Anmassung, sagt er auf die Frage, was die Schweiz erwarten könne, sollte die deutsche FDP 2017 wieder in den Bundestag einziehen und wenn möglich sogar an der Regierung beteiligt werden. «Ich bin der Meinung, wir sollten mit der Schweiz auf Augenhöhe verkehren.» Die Schweiz habe eine längere demokratische Tradition als Deutschland.

Die deutsche FDP kann wieder hoffen

Die deutsche FDP kann wieder hoffen, nachdem sie 2013 eine historische Wahlniederlage erlitten hatte und erstmals nach 65 Jahren nicht mehr im Bundestag vertreten war. Die Partei von Hans-Dietrich Genscher, dem kürzlich verstorbenen «ewigen» Aussenminister, erreicht Umfragen zufolge zurzeit Wähleranteile von 7 bis 8 Prozent.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz im März gehörten die freien Demokraten zu den Wahlsiegern. In Sachsen-Anhalt verpassten sie die für den Einzug in den Landtag nötige 5-Prozent-Hürde nur knapp.

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