Orange Schweiz beschafft sich frisches Geld. Dazu gibt der Telekommunikationsanbieter Anleihen über rund zwei Milliarden Franken aus. Damit will er eine Dividende an den neuen Besitzer Xavier Niel zahlen und alte Schulden zurückzahlen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Orange wolle am Montag mit dem Verkauf der Anleihen beginnen.

Niel hat den drittgrössten Schweizer Mobilfunkanbieter im vergangenen Dezember für 2.8 Milliarden Franken gekauft. Nun lässt er sich offenbar via den Anleihendeal gleich 150 Millionen Franken wieder auszahlen – also knapp fünf Prozent des Kaufpreises.

Anleihenverkauf beginnt am Montag

Mediensprecherin Therese Wenger bestätigt die Transaktion und verweist auf eine Pressemitteilung. Demnach emittieren die Firmen Matterhorn Telecom S.A. und  Matterhorn Telecom Holding S.A. gemeinsam Anleihen im Wert von 2,014 Milliarden Franken. 1,2 Milliarden werden in Euro aufgenommen, 750 Millionen in Franken. Die beiden in Luxemburg angesiedelten Firmen sind Inhaber von Orange Communications in der Schweiz.

Die Erlöse aus dem Verkauf sollen unter anderem dazu genutzt werden, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Die Aktionäre werden nicht weiter beschrieben. Ob sich Xavier Niel tatsächlich über einen 150-Millionen-Frankenregen freuen kann, geht aus der Medienmitteilung nicht hervor – und bleibt auch auf Anfrage unklar. «Weitere Informationen dazu werden nicht veröffentlicht», so Sprecherin Wenger.

Schlagzeilen mit Namensänderung

Das Unternehmen machte zuletzt Schlagzeilen mit einer Namensänderung. Noch in diesem Jahr wird der Markenname «Orange» Geschichte sein. Der neue Name ist noch unbekannt, soll aber bald bekannt gegeben werden. Die Nummer drei im Schweizer Mobilfunkmarkt werde wahrscheinlich bald «Salt» heissen, spekulierte jüngst die «Schweiz am Sonntag».

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