Das Karriere-Netzwerk Xing ist dank seiner Zusatzangebote für Arbeitgeber zur Mitarbeiteranwerbung stark gewachsen. Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 20,9 Millionen Euro, wie die Tochter des Medienkonzerns Burda am Dienstag mitteilte. Besonders stark legte der Geschäftsbereich «E-Recruiting» zu, den Xing jüngst mit dem Zukauf des Arbeitgeberbewertungsportals Kununu gestärkt hatte.

Im ersten Vierteljahr hatte Xing seine Erlöse um elf Prozent auf 19,6 Millionen Euro gesteigert. Der Nettogewinn schoss im zweiten Quartal dank kostenpflichtiger Angebote um 30 Prozent auf 2,7 Millionen Euro in die Höhe. Xing hat knapp 13,5 Millionen Mitglieder, darunter 825'000 zahlende Nutzer höherwertiger Angebote.

Gut in Nische eingerichtet

Das im Technologieindex TecDax notierte Unternehmen konnte sich bisher gut gegen die US-Konkurrenz behaupten. Während es dem einst grössten deutschen Freundes-Netzwerk StudiVZ über Jahre nicht gelang, die Abwanderung seiner Mitglieder zu Facebook zu stoppen, hat Xing sich in seiner Nische gut eingerichtet.

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Für viele Berufstätige in Deutschland ist der Anbieter aus Hamburg die Nummer eins. Das merkt auch der ebenfalls auf berufliche Kontakte ausgerichtete US-Rivale LinkedIn, der hierzulande noch keine kritische Masse an Nutzern erreichen konnte. Marktführer Facebook hat weltweit rund 1,2 Milliarden Mitglieder.

(rcv/aho/reuters)