1. Home
  2. Unternehmen
  3. Yahoo-Hack womöglich noch grösser

Internet
Yahoo-Hack womöglich noch grösser

Yahoo: Teil des grössten Hacks der Geschichte. Keystone

Yahoo ist gehackt worden, über 500 Millionen Nutzerkonten sind betroffen. Die Ausmasse des grössten Hacks der Geschichte sind womöglich noch grösser, als ursprünglich erwartet.

Veröffentlicht am 10.11.2016

Nach dem gewaltigen Datendiebstahl bei Yahoo könnten sich die Angreifer auch dauerhaften Zugang zu Daten einzelner Nutzer verschafft haben. Der Internet-Konzern prüft, ob sogenannte Cookies platziert wurden, um auch ohne die Eingabe eines Passworts in die Nutzerprofile zu gelangen. Yahoo vergrub die Informationen inmitten des am späten Mittwoch veröffentlichten ausführlichen Berichts zum Geschäft im vergangenen Quartal.

Yahoo hatte im September mitgeteilt, dass dem Konzern im Jahr 2014 Informationen zu mindestens einer halben Milliarde Nutzer gestohlen wurden. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und verschlüsselte Passwörter. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien keine Passwörter im Klartext oder Kreditkarten- und Bankkonto-Informationen entwendet worden. Und es gebe keine Hinweise darauf, dass die damaligen «Hacker mit staatlichem Hintergrund» jetzt noch in den Systemen des Konzerns drin seien.

Folgen für den Verizon-Deal

Jetzt wird dem Quartalsbericht zufolge auch geprüft, wie weit das Wissen über die Attacke bereits 2014 im Konzern verbreitet war. Noch Anfang September hatte Yahoo in einer offiziellen Mitteilung bei der Börsenaussicht SEC erklärt, dem Unternehmen seien keine grossen Fälle des Diebstahls von Nutzerdaten bekannt. Auch beim Verkauf des Webgeschäfts von Yahoo an den Telekom-Konzern Verizon wurde die Attacke nicht erwähnt. Verizon prüft jetzt, ob das Folgen für den Kaufpreis von 4,8 Milliarden Dollar haben sollte.

Yahoo verbuchte bisher Kosten von einer Million Dollar im Zusammenhang mit dem «Sicherheitsvorfall», wie der Datendiebstahl im Quartalsbericht genannt wird. Zugleich seien weitere Ausgaben wahrscheinlich. Bisher seien weltweit 23 Klagen von Nutzern eingereicht worden.

(sda/ise)

Anzeige