Der Internetpionier Yahoo will nach dem geplanten Verkauf des Webgeschäfts an den Telekomkonzern Verizon das restliche Unternehmen in Altaba umbenennen. Altaba werde vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen, teilte das US-Unternehmen mit.

Zudem werde die derzeitige Konzernchefin Marissa Mayer den Verwaltungsrat nach der Übernahme verlassen. Fünf weitere Verwaltungsratsmitglieder würden ebenfalls zurücktreten. Mayer war es nicht gelungen, das von den Rivalen Google und Facebook an den Rand gedrängte Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Beispielloser Datendiebstahl

Ein bislang beispielloser Datendiebstahl stürzte Yahoo zuletzt noch tiefer in die Krise. Nach Bekanntwerden eines massiven Hackerangriffs im vergangenen Jahr auf mindestens 500 Millionen Nutzerkonten muss das Unternehmen um die vereinbarte Milliardenübernahme durch Verizon kämpfen.

Analysten gehen zwar nicht davon aus, dass der Käufer den Deal abbläst. Es wird allerdings erwartet, dass Verizon nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will. Im Juli hatte die kriselnde Internetfirma mit Verizon die Übernahme ihres Kerngeschäfts für 4,8 Milliarden Dollar vereinbart. 

(sda/tno/gku)

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