Bei der Lizenzkommission der Swiss Football League gelten strenge Massstäbe - nicht zuletzt aufgeschreckt durch die aktuellen Fälle von Xamax und Servette. So haben in erster Instanz die Young Boys, der FC Zürich, Sion und - natürlich - Servette keine Lizenz für die kommende Super-League-Saison erhalten.

Die Berner Young Boys zeigten sich in einer ersten Stellungnahme «überrascht». Gemäss Communiqué gehen sie «fest davon aus», dass mit der Nachreichung der geforderten Papiere die Lizenzerteilung nachträglich unter Dach und Fach sein sollte. 

Bei YB ist trotz der erwähnten Überraschung keineswegs Grollen angesagt: Die strengeren Massstäbe der Lizenzkommission werden auf Grund der jüngsten Vorfälle in dieser Saison sogar «begrüsst». Trotzdem wirft es Fragen auf, dass ausgerechnet die mit grossen Ambitionen angetretenen Berner offenbar einen ungenügend Lizenzantrag eingereicht hatten.

Nebst YB wurde in der Super League auch dem FC Zürich, Sion und Servette die Lizenz verweigert. Aus der Challenge League müssen Bellinzona, Biel, Chiasso, Etoile Carouge, Kriens, Lugano und Winterthur nachbessern. Hier mangelt es primär an der Infrastruktur.

«Die betroffenen Klubs können innerhalb von fünf Tagen Rekurs einreichen», heisst es in der Mitteilung der Sportinformation. Die Entscheidung über diese Rekursfälle ist auf den 25. Mai terminiert.

(vst/tno)

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