Der Medizinaltechnikkonzern Ypsomed hat im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende März) einen um 5,1 Prozent tieferen Umsatz von 248,6 Millionen Franken erzielt. Dabei belastete der starke Schweizer Franken die Umsatzentwicklung mit 10,8 Millionen sowie geringere Industrialisierungs-, Forschungs- und Entwicklungserlöse mit rund 8 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Erlös aus Lieferungen ist währungsbereinigt um 2,5 Prozent gewachsen.

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit sank um auf 5,1 Millionen Franken nach 8,8 Millionen im Vorjahr. Die Ebit-Marge ging auf 2,1 von 3,4 Prozent zurück. Auch hier habe der Franken einen Einfluss gehabt, wobei dieser Effekt das Ergebnis im Segment Injektionssysteme mit rund 3 Millionen belastete.

Zudem drückte eine Sonderabschreibung auf den aktivierten Entwicklungskosten eines Pen Projekts mit 1 Million auf den Ebit.

Veräusserungen von Finanzanlagen

Unter dem Strich resultierte ein um 55,5 Prozent höherer Reingewinn von 8,5 Millionen. Grund für den Anstieg waren Gewinne aus Veräusserungen von Finanzanlagen, wie es heisst. Der Generalversammlung wird die Auszahlung einer Dividende aus Kapitalreserven im Umfang von unverändert 0,20 Franken je Namenaktie vorgeschlagen.

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Ypsomed hat mit den Zahlen die Erwartungen der Auguren mit Umsatz und Reingewinn verfehlt, mit dem Ebit schnitt Ypsomed besser ab als erwartet.

Die ZKB hatte im Vorfeld mit einem Umsatz von 252,7 Millionen Franken und die Bank Vontobel mit 246,8 Millionen gerechnet. Beim Ebit lagen die Prognosen bei 6,6 Millionen (ZKB) respektive 6,2 Millionen (Vontobel) und beim Reingewinn bei 10,4 Millionen (ZKB) respektive 10,2 Millionen (Vontobel).

Vorsichtig optimischer Ausblick

Im Ausblick bleibt das Unternehmen vorsichtig optimistisch. Bedingt durch der Wegfall des Optiset-Pens werde das erste Semester 2012/13 umsatz- und ergebnismässig verhalten ausfallen, während das zweite Semester mittels Kompensationsgeschäften erheblich besser verlaufen sollte. Im Gesamtjahr erwartet Ypsomed den Nettoerlös der Gruppe und das Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau.

Künftig soll das Wachstum im Geschäftsfeld Diabetes Versorgung weiter verstärkt werden. Daher würden zwecks Kostenoptimierung bei Ausbauplänen im Geschäftsfeld Injektionssysteme ausländische Produktionsstätten evaluiert.

Zur Finanzierung des Diabetes-Wachstums beantragt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung vom 27. Juni 2012 eine genehmigte Kapitalerhöhung von maximal 42,5 Millionen Franken Nominalkapital durch Ausgabe von höchstens 3 Millionen Namenaktien.

(vst/tno/awp)