Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed muss einen Rückschlag hinnehmen. Ypsomed und die US-Unternehmen Insulet haben sich nicht auf eine Verlängerung des Distributionsvertrags der Insulinpumpe Omnipod einigen können.

Die Preisforderungen seitens Insulet hätten eine wirtschaftliche Weiterführung des Geschäfts verunmöglicht, teilte Ypsomed mit. «Die Trennung mit Insulet ist zwar bedauerlich, denn wir verlieren ab Geschäftsjahr 2018/19 einen grossen Umsatz- und Gewinnanteil in unserem Geschäftssegment Ypsomed Diabetes Care», wird Ypsomed-Chef Simon Michel in der Mitteilung zitiert.

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Positive in die Zukunft

Ausgehend vom letztjährigen Abschluss seien dies 120 Millionen Franken Umsatz und 24 Millionen Franken Betriebsgewinn. Insgesamt erwirtschaftete Ypsomed rund 390 Millionen Franken Umsatz und 55 Millionen Franken Betriebsgewinn.

Die Burgdorfer sehen sich für die Zukunft aber gut aufgestellt und wollen mittelfristig ihre eigene schlauchlose Insulinpumpe mylife Ypsopod einführen, wie es heisst. Man wolle weiterhin verschiedene Segmente im Insulinpumpenmarkt ansprechen und mit einer zeitlichen Übergangsphase den Wegfall des Omnipod-Geschäfts überkompensieren, heisst es.

Für den Aufbau der europäischen Vertriebsstrukturen für Omnipod erhält Ypsomed den Angaben zufolge nach aktueller Einschätzung gegen 50 Millionen Dollar als Kompensation von Insulet.

Ypsomed ist seit 2010 exklusiver Distributor für die Insulinpumpe Omnipod ausserhalb der USA. Nach dem 30. Juni 2018 wird Insulet das Omnipod-Geschäft weltweit übernehmen. Wie der Übergabeprozess abläuft, werde aktuell zwischen beiden Parteien ausgearbeitet.

(sda/chb/ise)