Am zweiten Prognose-Anlass der weltgrössten Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D&B) in Zürich erläuterte Thomas Bucheli, Leiter von SF Meteo, was Wetter- und Wirtschaftsprognosen miteinander verbindet. «Die Kriterien der Wissenschaftlichkeit, kundengerechte Aufbereitung und Transparenz müssen Prognosen sowohl beim Wetter als auch in der Wirtschaft erfüllen», sagt Bucheli. Wie die Wirtschaft seien Klima und Wetter komplexe, vernetzte Systeme. Kleine Wetterphänomene an einem Ort der Erde würden sich nicht selten auf das Wetter in einer ganz anderen Region auswirken. Bucheli mahnt, Prognosen nicht mit der Wirklichkeit zu verwechseln: «Selbst die allerbesten Prognosen treffen nicht in jedem Fall zu.»

Christian Knellwolf, Program Manager bei D&B, stellt fest: «Firmen müssen oft ihre Forderungen abschreiben, weil sie von den Zahlungsschwierigkeiten ihrer Kunden zu spät erfahren.» Um die Debitorenrisiken zu minimieren, brauche es Prognosen zur Bonität der Kunden, so Knellwolf. Jörg Seelmann-Eggebert, Mitglied der Geschäftsleitung von SHS Viveon, betonte die Wichtigkeit, externe Bonitätsdaten über Kunden mit internen Angaben zu kombinieren. «Unternehmen schöpfen nur Wert, wenn ihre Kunden die Rechnungen auch wirklich bezahlen.»