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Zara: Ermittlungen wegen Zwangsarbeit

Textil-Kette Zara: Zweifelhafte Arbeitsbedingungen bei der Kleidungsproduktion (Bild: Wikimedia/CC)

Die Textilkette Zara soll in Brasilien Arbeiter unter Sklaverei-ähnlichen Bedingungen beschäftigt haben. Die Arbeitsbehörde ermittelt.

Veröffentlicht am 18.08.2011

Gegen die Textilkette Zara wird in Brasilien wegen des Verdachts auf Zwangsarbeit ermittelt. Zara werde vorgeworfen, im Bundesstaat Sao Paulo Arbeitnehmer unter Bedingungen zu beschäftigen, die an Sklaverei grenzten, sagte ein Sprecher der Arbeitsaufsicht in Sao Paulo.

Die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen im Mai aufgenommen und in Americana, 130 Kilometer südlich von Sao Paulo, 52 Bolivianer entdeckt, die schwarz und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen gearbeitet hätten. Dabei seien Kleider der Marke Zara sichergestellt worden.

Zara nehme Dienste eines brasilianischen Subunternehmers in Anspruch, der wiederum mit mehreren illegalen Schneiderateliers zusammenarbeite. Die Bolivianer hätten «im Schnitt 14 Stunden am Tag unter entwürdigenden Bedingungen gearbeitet», sagte der Sprecher. Zudem seien die hygienischen Zustände in den Unterkünften sehr bedenklich gewesen.

15 Zwangsarbeiter befreit

Zwei weitere Schneidereien, die Kleider für Zara herstellten, seien in Sao Paulo entdeckt worden. Eine Nichtregierungsorganisation hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Ende Juli 15 Zwangsarbeiter aus diesen Ateliers befreit worden seien.

Der spanische Mutterkonzern Inditex (Aktienkurs Inditex), der dank Zara zum grössten Kleiderkonzern der Welt aufstiegen ist, räumte daraufhin Unregelmässigkeiten ein. Nach Angaben des brasilianischen Arbeitsministeriums wurden gegen Zara wegen zahlreicher Unregelmässigkeiten bereits mehr als 50 Mal Bussgelder verhängt.

(laf/tno/sda)

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