Eric Strutz will den Anlegern Mut machen: In einer Präsentation des scheidenden Commerzbank-Finanzchefs vor Investoren in New York hiess es, die Bank sei bei der Aufstockung der harten Kernkapitalquote auf 9 Prozent auf einem guten Weg. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Die europäische Bankenaufsicht EBA hatte die Lücke bei Deutschlands zweitgrösster Bank Anfang Dezember auf 5,3 Milliarden Euro beziffert. Bis zum 20. Januar muss die Commerzbank nun ihren Plan präsentieren, wie sie die Lücke zu schliessen gedenkt.

Laut Strutz läge der Kapitalbedarf ohne gewisse Risiken in den Büchern der Tochter Eurohypo lediglich bei 400 Millionen Euro, schreibt Reuters. Die Chancen auf eine Kapitalerhöhung sieht Strutz demnach jedoch skeptisch.

Die Bank setzt stattdessen unter anderem darauf, ihr Bilanzrisiken herunterschrauben, Gewinne einzubehalten und die Kreditvergabe in einzelnen Geschäftsfeldern einzuschränken.

Deutsche-Bank-Analyst optimistisch

Deutsche-Bank-Analyst Alexander Hendricks bestätigte derweil seine Einschätzung für die Aktie der Commerzbank mit «kaufen», wie die deutsche Seite «Börse Online» berichtet. Hendricks gab demnach ein Kursziel von 2.70 Euro aus - zurzeit steht der Titel nach einem Plus von mehr als 4 Prozent am Dienstag bei gerade einmal 1.24 Euro.

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Allerdings empfahlen laut dem Bericht in den vergangenen 30 Tagen nur drei Analysten die Aktie zum Kauf, während vier sie mit «verkaufen» und acht mit «halten» bewerteten.

(tno/rcv)