Die im Bereich Raumklima tätige Zehnder Gruppe hat im ersten Halbjahr 2013 - wie Anfang Juli vorgewarnt - einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet und auf den Gewinnebenen deutlich gelitten. Der Umsatz sank so gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 3,3 Prozent auf 242,1 Millionen Euro. Der Ebit fiel um 70 Prozent auf 6,0 Millionen und der Reingewinn (inklusive Minderheiten) wird noch mit 0,1 Millionen ausgewiesen, nach 15,9 Millionen im ersten Halbjahr 2012.

«Hauptursachen für den Ergebnisrückgang sind der tiefere Umsatz sowie höhere Kosten im Rahmen strategischer Projekte», teilt das Unternehmen mit. Im Einzelnen habe die konzernweite Einführung der Informatikplattform SAP und die Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums in Lahr (Deutschland) gegenüber dem Vorjahr zu «erheblichen Mehrkosten» geführt, heisst es weiter. Die Systeme des Verteilzentrums liefen inzwischen stabil. Das Ergebnis der Berichtsperiode wird denn im Zwischenbericht auch als «enttäuschend» bezeichnet.

Neues Gerät für Schweizer Markt

Zudem sei in der Berichtsperiode weiter in die Forschung und Entwicklung (6,3 Millionen Euro, Plus 6 Prozent) investiert worden, um die Marktposition zu sichern und auszubauen. Im zweiten Halbjahr seien so verschiedene Markteinführungen von neuen Produkten vorgesehen, darunter die Lancierung eines kompakten Lüftungsgerätes für den Schweizer Markt.

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Während die Abschreibungen mit 9,9 Millionen Euro nur um 1,7 Millionen über dem Vorjahr lagen, stiegen die Investitionen in Sachanlagen um 18,3 Prozent auf 17,6 Millionen.

Für das Gesamtjahr erwartet das Zehnder-Management einen Umsatz im Bereich des Vorjahres und infolge höherer Kosten einen operativen Gewinn unter dem Vorjahr, heisst es weiter.

Damit wurde der anlässlich der jüngsten Gewinnwarnung abgegebene Ausblick bestätigt.

(jev/vst/awp)