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Zeitung «Le Temps» entlässt Mitarbeitende

Zeitungen in der Redaktion von «Le Temps»: Die Sparrunde wird sich auf das journalistische Angebot auswirken. (Bild: Keystone)

Die Tageszeitung «Le Temps» hat angekündigt, aufgrund wirtschaftlicher Probleme Personal zu entlassen. In Deutschland steht derweil eine Traditionszeitung ganz vor dem Aus.

Veröffentlicht am 13.11.2012

Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» wird wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten Mitarbeitende entlassen. Dies sagte Direktorin Valérie Boagno im Westschweizer Radio RTS. Wieviele Personen und welche Bereiche des Unternehmens betroffen sind, ist noch unklar.

Ohne Zweifel werde sich die Sparrunde aber auf das journalistische Angebot auswirken, sagte Boagno. Am Mittwoch starte ein Konsultationsverfahren, das bis am 23. November dauere. Dabei stünden verschiedene Massnahmen und Lösungen zur Debatte.

Ende Oktober hatte bereits die «Basler Zeitung» den Abbau von 25 Stellen im Verlag angekündigt.

«Frankfurter Rundschau» meldete Insolvenz an

Auch in Deutschland sind journalistische Stellen in Gefahr: Der traditionsreichen Tageszeitung «Frankfurter Rundschau» droht das Aus. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main habe heute beim Insolvenzantrag gestellt, teilten die Gesellschafter der Zeitung mit.

Hintergrund sei, dass für die Geschäftsleitung aufgrund der drastischen Umsatzverluste «keine Perspektive der Fortführung des Unternehmens» in der bisherigen Form mehr erkennbar gewesen sei, so die Gesellschafter. In dem Verlagshaus arbeiten laut der Gewerkschaft Verdi rund 500 Menschen, davon etwa ein Fünftel in der Redaktion.

Bei der zahlungsunfähigen deutschen Nachrichtenagentur dapd ist ein markanter Abbau von Stellen geplant. Das Restrukturierungskonzept des Insolvenzverwalters sieht vor, dass sich die Gruppe in den acht von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften von «rund einem Drittel» der Mitarbeiter trennt - das wären etwa 100 Beschäftigte. 

(tno/vst/sda/awp)

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Wer überlebt die deutsche Zeitungskrise?

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