Bei den Schweizer Industrieunternehmen Sulzer und OC Oerlikon werden die Weichen neu gestellt. «Beide haben attraktive Wachstumsmöglichkeiten ? aber diese Potenziale zu heben, braucht Zeit; und es wird kein leichter Weg sein», sagt Viktor Vekselberg im Interview mit der «Handelszeitung». Der russische Industrielle ist Inhaber der Beteiligungsfirma Renova, die Sulzer und Oerlikon als Hauptaktionärin kontrolliert.

Eine Zerschlagung der Konzerne hat der Oligarch dabei nicht im Sinn. «Es ist nicht unser Stil, am ersten Tag die Menschen mit lobenden Worten zu ködern und am nächsten Tag den ganzen Betrieb weiterzuverkaufen.» Nicht ausgeschlossen sind einzelne Devestitionen. Bei Oerlikon etwa kommen Veräusserungen in der Textilmaschinensparte und im Halbleitergeschäft in Frage.

Einen Zusammenschluss von Sulzer und Oerlikon, worüber am Markt spekuliert wird, hält Vekselberg für «eine von mehreren Optionen».

Weitere Beteiligungen an Schweizer Firmen plant Vekselberg vorläufig nicht. Sulzer und Oerlikon bildeten einen namhaften Teil des Renova-Portfolios. «Wir sehen keinen Grund, die Zahl der Beteiligungen an Schweizer Firmen zu erhöhen.»

Dagegen möchte Vekselberg, der auch als Vizepräsident des russischen Unternehmerverbandes amtet, die Zusammenarbeit mit Schweizer Unternehmen vertiefen: «Jede Firma, die für sich Opportunitäten in Russland sieht, ist bei uns willkommen.»