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Provokation
Zickereien zwischen Boeing und Airbus

Ausstellungsstand von Boeing: Der US-Konzern sieht sich im Vorteil.   Keystone

Der US-Flugzeugbauer Boeing stichelt gegen seinen französischen Konkurrenten Airbus. Die Europäer sollen sich sputen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Die Antwort folgte umgehend.

Veröffentlicht am 10.07.2014

Kampfansage von Boeing an Airbus : Die Amerikaner sehen sich im wachsenden Markt für Langstreckenflugzeuge als führend. «Wenn Airbus nichts an seiner Produktstrategie ändert, steuern sie auf 30 bis 35 Prozent Marktanteil zu», stichelte Randy Tinseth, Vize-Präsident bei Boeing für Marketing, mit Blick auf die nächste Generation an Grossraum-Flugzeugen mit drei Sitzreihen.

Boeings Modelle 787 und 777X vereinten bereits jetzt 65 Prozent aller Bestellungen auf sich, der Airbus A350 den Rest, sagte Tinseth. Diese Lücke werde sich vergrössern, wenn die Europäer nicht einen weiteren Jet entwickelten, der mit Boeing konkurriere.

Hoffen auf starke Nachfrage

Airbus zieht die Boeing-Zahlen in Zweifel und verweist darauf, sie selbst hätten in den letzten Jahren die meisten Aufträge bei den Grossraumflugzeugen mit zwei Gängen an Land gezogen. Airbus steht Insidern zufolge in den Startlöchern für die Einführung des modernisierten Grossraumjets A330 zur Luftfahrtshow im britischen Farnborough, die in vier Tagen beginnt.

Die Amerikaner setzen unterdessen auf eine weiter starke Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen: Bis 2033 werde die Welt 36.770 neue Flugzeuge im Wert von 5,2 Billionen Dollar brauchen, erklärte der US-Flugzeugbauer. Diese Prognose liegt gut vier Prozent höher als die des Vorjahres, als Boeing für die kommenden 20 Jahre einen Bedarf von 35.280 Flugzeugen im Wert von 4,8 Billionen Dollar vorhersagte.

Die grösste Nachfrage werden Boeing zufolge die Flugzeuge mit nur zwei Sitzreihen wie die Boeing 737 oder der Airbus A320 auf sich ziehen. Gründe seien der Boom des Luftverkehrs in Asien und das Wachstum der dortigen Billigflieger.

(reuters/dbe)

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